Während die Tech-Welt gebannt auf immer leistungsfähigere KI-Prozessoren schaut, entsteht ein neuer Engpass: Wie bekommen Rechenzentren die gewaltigen Datenmengen schnell genug von einem Chip zum anderen? Marvell Technology präsentiert auf der DesignCon 2026 seine Antwort – und zeigt, warum Verbindungstechnologie im KI-Zeitalter zum Schlüsselfaktor wird.
Der Flaschenhals verlagert sich
Der Halbleiterkonzern aus Santa Clara macht auf der Fachmesse in dieser Woche deutlich: Die Rechenleistung einzelner Chips ist längst nicht mehr das limitierende Element in KI-Rechenzentren. Stattdessen bremsen unzureichende Verbindungen zwischen Prozessoren, Servern und Racks die Leistung aus. Marvell stellt Lösungen vor, die auf Package-, Server- und Rack-Ebene mehr Bandbreite und Energieeffizienz liefern sollen. Im Mittelpunkt steht unter anderem eine Demonstration der PCIe 8.0 SerDes-Technologie.
Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt. Analysten schrauben ihre Prognosen für Infrastruktur-Investitionen kontinuierlich nach oben. Die Bank of America sieht den Gesamtmarkt für KI-Rechenzentren bis 2030 bei 1,4 Billionen Dollar – ein Vielfaches des heutigen Volumens.
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Zukäufe stärken Position
Marvell hat sich Anfang Februar durch die Übernahme von Celestial AI und Mitte des Monats durch den Erwerb von XConn Technologies verstärkt. Beide Akquisitionen zielen darauf ab, die Führungsrolle bei Verbindungstechnologien für KI- und Cloud-Rechenzentren auszubauen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legte der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu – das Segment entwickelt sich zum Wachstumstreiber.
Die Botschaft ist klar: Während Wettbewerber um die schnellsten Chips kämpfen, positioniert sich Marvell als Infrastruktur-Spezialist, der die Performance ganzer Systeme optimiert. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob diese Strategie auch bei Kunden und Investoren verfängt.
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