Die Match Group-Aktie stand nach Veröffentlichung der Quartalszahlen am 3. Februar 2026 unter Druck. Trotz eines deutlichen Gewinnsprungs auf 0,83 Dollar je Aktie – ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – und Einnahmen von 878 Millionen Dollar sackte der Kurs im nachbörslichen Handel um 8,37 Prozent auf 31,25 Dollar ab. Die Investoren zeigten sich skeptisch, obwohl das Unternehmen die Erwartungen klar übertraf.
Der Grund für die negative Reaktion liegt auf der Hand: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Match Group mit stagnierenden Erlösen zwischen 3,41 und 3,535 Milliarden Dollar. Bereits 2025 kam das Wachstum mit 3,5 Milliarden Dollar zum Stillstand. Das bereinigte operative Ergebnis soll 2026 bei 1,28 bis 1,325 Milliarden Dollar liegen – ein Rückgang von einem Prozent gegenüber 2025.
Tinder blutet weiter – Hinge holt auf
Das Kernproblem bleibt Tinder. Die weltgrößte Dating-App verlor im vierten Quartal acht Prozent ihrer zahlenden Nutzer, die Zahl sank auf 8,77 Millionen. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent auf 463,8 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte Tinder ein Minus von vier Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar – bei gleichzeitig sieben Prozent weniger operativem Gewinn.
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CEO Spencer Rascoff, seit Februar 2025 im Amt, hat einen Dreiphasenplan aufgesetzt: Reset, Revitalisierung und Wiederaufschwung. Die erste Phase ist abgeschlossen, nun soll die Produktoffensive greifen. Erste Erfolge zeigen sich in Australien, wo das Pilotprojekt Aurora läuft. Die Zahl der „Sparks“ – sechswegiger Konversationen zwischen Nutzern – verbesserte sich dort von minus 14 Prozent auf minus acht Prozent im Jahresvergleich.
Hinge entwickelt sich dagegen zum Lichtblick. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal um 26 Prozent auf 186,5 Millionen Dollar, die Nutzerzahl wuchs um 17 Prozent auf 1,89 Millionen. Das operative Ergebnis schoss um 72 Prozent auf 52,4 Millionen Dollar nach oben. Für 2027 peilt Hinge eine Milliarde Dollar Umsatz an.
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Milliarden für Aktionäre – trotz Flaute
Match Group schüttete 2025 insgesamt 975 Millionen Dollar für Aktienrückkäufe und weitere 186 Millionen für Dividenden aus. Das entsprach 95 Prozent des freien Cashflows von 1,024 Milliarden Dollar. Die Anzahl der ausstehenden Aktien sank dadurch um sieben Prozent. Für 2026 kündigte das Management an, erneut sieben Prozent der Papiere vom Markt zu nehmen. Die Quartalsdividende wurde zudem um fünf Prozent auf 0,20 Dollar je Aktie angehoben.
Am 12. März will Tinder bei einem Event in Los Angeles neue Produktfeatures vorstellen, darunter KI-gestützte Funktionen und ein überarbeitetes Nutzererlebnis. Das Marketingbudget steigt 2026 von 180 auf 230 Millionen Dollar. Doch ob das ausreicht, um die Wende zu schaffen, bleibt offen. Die Anleger warten auf klare Signale – und die fehlen bislang.
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