Max Automation lädt zur Hauptversammlung nach Hamburg und verkleinert parallel dazu das oberste Kontrollgremium. Das Unternehmen reagiert damit auf ein Geschäftsjahr 2025, das von einem deutlichen operativen Rückgang geprägt war. Anleger quittieren die Nachrichten am Donnerstag mit einem Kursminus von knapp acht Prozent.
Kahlschlag beim Ergebnis, Lichtblick beim Auftragseingang
Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr offenbaren die Schwere der konjunkturellen Delle. Der Umsatz sank auf 334,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 366,0 Millionen Euro in den Büchern standen. Besonders deutlich traf es das operative Ergebnis (EBITDA): Mit 15,6 Millionen Euro wurde der Vorjahreswert von 29,3 Millionen Euro beinahe halbiert. Die EBITDA-Marge schrumpfte entsprechend auf magere 4,7 Prozent zusammen.
Ein gegensätzliches Bild zeigt sich bei der Nachfrage. Trotz der Umsatzflaute kletterte der Auftragseingang auf 338,8 Millionen Euro. Vor allem Großaufträge in den Segmenten NSM + Jücker sowie ELWEMA stützten das Geschäft. Der Auftragsbestand blieb mit 154,4 Millionen Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres, was eine gewisse Grundauslastung für die kommenden Monate sichert.
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Bilanzielle Disziplin federt Abwärtsdruck ab
Während die Gewinn- und Verlustrechnung schwächelt, hat das Management die Bilanz spürbar wetterfest gemacht. Die Nettoverschuldung sank drastisch von 58,2 Millionen Euro auf nun 31,5 Millionen Euro. Parallel dazu stieg die Eigenkapitalquote auf 57,0 Prozent. Diese gestärkte Kapitalstruktur verschafft dem Industriekonzern den nötigen Spielraum, um die aktuelle Schwächephase ohne existenzielle Nöte zu überstehen.
An der Börse herrscht dennoch Ernüchterung vor. Der Aktienkurs rutschte am Donnerstag um 7,89 Prozent auf 3,97 Euro ab. Damit notiert das Papier nur noch knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief von 3,46 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 31,2 nähert sich die Aktie technisch einer überverkauften Zone, was die kurzfristige Nervosität der Marktteilnehmer unterstreicht.
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Schlankere Führung für die Stabilisierung
Auf der kommenden Hauptversammlung im Mai steht neben der Entlastung der Führungsorgane eine strukturelle Änderung an: Der Verwaltungsrat soll von sieben auf sechs Mitglieder verkleinert werden. Diese Straffung der Governance passt zur Strategie, die Kostenbasis zu optimieren und das Working Capital weiter zu verbessern.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet Max Automation mit einer moderaten Stabilisierung. Die Prognose sieht einen Umsatz zwischen 320 Millionen und 370 Millionen Euro vor. Beim EBITDA peilt das Unternehmen eine Spanne von 12 Millionen bis 18 Millionen Euro an. Damit würde das Ergebnis im schlechtesten Fall sogar noch unter dem bereits schwachen Niveau von 2025 liegen. Ob die Fokussierung auf Nischenmärkte und organische Optimierung ausreicht, wird sich spätestens im Mai zeigen, wenn das Management den Aktionären in Hamburg Rede und Antwort steht.
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