Max Power Mining drückt aufs Tempo. Nach einem massiven Kursplus von über 740 Prozent auf Jahressicht holt der Explorer nun externe Expertise an Bord. Die kanadische Energieberatung GLJ Ltd. soll das natürliche Wasserstoffprojekt Lawson in Saskatchewan auf seine kommerzielle Machbarkeit abklopfen. An der Börse treibt dieser Schritt die Aktie am Mittwoch um fast acht Prozent auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro.

Seismik-Daten vergrößern das Potenzial

Der Auftrag an die Experten aus Calgary folgt auf vielversprechende geologische Untersuchungen. Ende April veröffentlichte Max Power neue 3D-Seismik-Ergebnisse für das Lawson-System. Diese Daten grenzen eine strukturelle Schließung von rund 14 Quadratkilometern ab. Das erweitert die Dimensionen des Projekts beträchtlich.

Der gesamte sogenannte Lawson Complex erstreckt sich den Auswertungen zufolge über 28 Quadratkilometer. GLJ wird nun ein Modell für das Ressourcenpotenzial erstellen und das geplante Bohrprogramm optimieren. Ziel ist es, kommerziell nutzbare Vorkommen von natürlichem Wasserstoff und Helium nachzuweisen.

KI-Plattform weckt Brancheninteresse

Parallel zur Projektentwicklung in Saskatchewan rückt die hauseigene Technologieplattform MAXX LEMI in den Fokus. Die Software kombiniert historische Bohrdaten mit seismischen Auswertungen durch Künstliche Intelligenz, um neue Wasserstoffvorkommen aufzuspüren. GLJ wird Max Power bei der Weiterentwicklung dieses Systems unterstützen.

Auf der Canadian Hydrogen Convention in Edmonton erzielte die noch nicht marktreife Plattform bereits Achtungserfolge. In der Kategorie „Digital Innovator“ belegte Max Power den zweiten Platz hinter dem Technologiekonzern Siemens. Laut CEO Ran Narayanasamy häufen sich die Branchenanfragen zu dem System.

Nächster Meilenstein im Sommer

Das Unternehmen hat sich in Saskatchewan eine dominante Position gesichert. Die genehmigten Flächen umfassen rund 521.000 Hektar. Das Lawson-Projekt gilt dabei als Kanadas erstes unterirdisches System für natürlichen Wasserstoff, das durch Tiefbohrungen und unabhängige Labore bestätigt wurde.

Mitte 2026 steht der nächste operative Härtetest an. Max Power plant eine Bestätigungsbohrung direkt am Scheitelpunkt der Lawson-Struktur. Ein weiteres Zielgebiet haben die Geologen bereits zwölf Kilometer südwestlich der ursprünglichen Entdeckung identifiziert. Liefert das anstehende Bohrprogramm zusammen mit der GLJ-Auswertung eine quantifizierbare Ressourcenschätzung, wandelt sich das Explorationsprojekt in ein handfestes Entwicklungsasset.