MaxLinear erreicht neue Höhen. Die Aktie des Halbleiterspezialisten kletterte am Dienstag auf ein 52-Wochen-Hoch von 102,60 Euro. Mit einem Tagesplus von 9,22 Prozent setzt sich die Rallye ungebremst fort. Treiber ist ein massiver Wandel in der Geschäftserzählung: An der Wall Street gilt MaxLinear zunehmend als KI-Profiteur.

Stifel erhöht Kursziel

Der unmittelbare Auslöser kam von Analystenseite. Die US-Investmentbank Stifel hob das Kursziel auf 110 Dollar und hält am „Buy“-Rating fest. Grundlage ist die starke Performance im KI-Infrastrukturgeschäft. Hinzu kommt die Aufnahme der Aktie in den Invesco NASDAQ Future Gen 200 ETF. Das brachte frische Kapitalflüsse.

Die Streichung aus mehreren Russell-Wertindizes Ende Juni? Technische Abflüsse, aber keine fundamentale Schwächung – so die Analysten.

Ein Blick auf die Q1-Zahlen bestätigt die Wende:
Umsatzwachstum: Plus 43 Prozent zum Vorjahr
KI-Infrastruktur-Segment: Plus 136 Prozent zum Vorjahr
Optische Verbindungen: Jahresprognose zwischen 150 und 170 Millionen Dollar

Das Storage-Acceleration-Geschäft soll sich in diesem Jahr verdoppeln. Hier arbeitet MaxLinear mit dem Los Alamos National Laboratory am Speicherbeschleuniger „Panther“.

Prognose überzeugt trotz Branchenproblemen

Die gesamte Halbleiterbranche kämpft mit Lieferkettenengpässen und steigenden Kosten. Ein Beispiel: Murata erhöht die Preise für Mehrschicht-Keramikkondensatoren um bis zu 40 Prozent. Diese Bauteile stecken in KI-Servern.

MaxLinear zeigt sich davon unbeeindruckt. Die Prognose für das zweite Quartal bleibt optimistisch. Der Umsatz soll bei 165 Millionen Dollar landen – ein Plus von 52 Prozent zum Vorjahr.

Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen 38 Prozent zugelegt. Der RSI liegt bei 69,7 Punkten – nahe der überkauften Zone. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität bleibt mit 104 Prozent extrem hoch.

Analysten sehen weiter Luft nach oben. Ihre Prognosen: MaxLinear könnte bis 2029 auf 680,7 Millionen Dollar Umsatz wachsen, bei einem Gewinn von 110,9 Millionen Dollar.