Weltweit läuft es bei McDonald’s, in der Heimat hakt es weiter. Im dritten Quartal sank der Umsatz in den USA vergleichbarer Restaurants leicht, während Märkte wie Deutschland und Australien das Konzernergebnis stützten. Die Aktie notierte vorbörslich zuletzt knapp ein Prozent im Minus.
Schwache Gästezahlen in den USA
Die vergleichbaren Umsätze im Heimatmarkt fielen um 0,2 Prozent, nach einem Plus von 2,4 Prozent im Vorjahresquartal. Weniger Gäste kamen in die Restaurants, höhere Durchschnittsbons glichen das fast vollständig aus. Konzernchef Chris Kempczinski verwies auf eine Verbesserung im Verlauf des Quartals, nachdem das Unternehmen bei den Preisangeboten gegengesteuert hatte.
International fiel das Bild freundlicher aus. In den eigenbetriebenen Auslandsmärkten legten die vergleichbaren Umsätze um 1,4 Prozent zu, angeführt von Deutschland und Australien. Frankreich bremste. In den Lizenzmärkten stiegen sie um 4,2 Prozent, getragen von Japan, während China im Minus lag.
Konzernweit wuchsen die vergleichbaren Umsätze um 1,5 Prozent. Die Systemumsätze erreichten über 38 Milliarden Dollar, ein Plus von vier Prozent.
Gewinn wächst schneller als der Umsatz
Der Konzernumsatz stieg nur um ein Prozent auf 7,16 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis legte dagegen um sieben Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu, bereinigt um Restrukturierungskosten sogar um acht Prozent. Treiber waren höhere Margen im Franchisegeschäft und deutlich höhere sonstige operative Erträge.
Der Gewinn je Aktie kletterte um zehn Prozent auf 3,51 Dollar. Bereinigt waren es 3,57 Dollar. Dazu trägt auch der Aktienrückkauf bei: Die Zahl der verwässerten Aktien sank um rund ein Prozent.
Aktionäre bekommen mehr. Das Unternehmen hat eine Erhöhung der Quartalsdividende um vier Prozent auf 1,93 Dollar je Aktie beschlossen.
Treueprogramm als Hebel
Stark wächst das Geschäft mit Mitgliedern des Treueprogramms. Sie sorgten allein im Quartal für mehr als elf Milliarden Dollar Systemumsatz, auf zwölf Monate gerechnet waren es 41 Milliarden Dollar. Das Programm läuft in 70 Märkten und liefert dem Konzern Daten, um Aktionen gezielter auszuspielen.
Entscheidend für die kommenden Quartale ist, ob die Erholung bei den US-Angeboten anhält, die Kempczinski im Quartalsverlauf sah. Das Unternehmen kündigte zudem an, weiter in die nächste Wachstumsphase zu investieren, und führt parallel sein internes Restrukturierungsprogramm fort, das im laufenden Quartal 56 Millionen Dollar kostete.
Stand heute, 4. November: McDonald's – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in McDonald's investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

