Gedämpfte Aussichten für die kommenden Jahre veranlassen erste Analysten zu Neubewertungen. Am Donnerstag senkte das Analysehaus Evercore ISI das Kursziel für McDonald’s von $320 auf $300. Die Einstufung beließen die Experten zugleich auf „Outperform“. Ausschlaggebend für die Anpassung waren reduzierte Schätzungen für die Jahre 2027 bis 2030.

An der Börse spiegeln sich die anhaltenden Herausforderungen bereits deutlich wider. Am Freitag ging die Aktie mit einem Schlusskurs von 207,60 Euro ins Wochenende. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Minus von 21 Prozent und notiert 29 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Gedämpfte Kundennachfrage und Milliardenhilfen

Hintergrund der vorsichtigeren Prognosen sind die Erwartungen an das Marktumfeld. Laut Reuters warnte McDonald’s am Mittwoch davor, dass der Kundenverkehr in wichtigen Märkten angesichts der anhaltend hohen Inflation voraussichtlich stagnieren dürfte.

Um das Filialnetz zu stabilisieren, kündigte der Konzern an, seine Franchisenehmer bis 2036 mit rund $8,5 Milliarden zu unterstützen. Davon sollen etwa $5 Milliarden bereits bis zum Jahr 2030 fließen.

Für das operative Geschäft peilt das Management für 2030 eine Marge im niedrigen bis mittleren 50-Prozent-Bereich an. Mit der NEXT-Strategie strebt das Unternehmen zudem eine Verbesserung der Bruttoeffizienz auf Restaurantebene um 250 Basispunkte an. Dies soll für ein durchschnittliches US-Restaurant zu einem zusätzlichen jährlichen Cashflow von rund $100.000 führen.

Treueprogramm soll Kauffrequenz ankurbeln

Einen wesentlichen Pfeiler der künftigen Entwicklung bildet die digitale Kundenbindung. Nach Angaben von Reuters soll ein gestaffeltes Bonusprogramm eingeführt werden. Die Bedeutung dieser Kundengruppe ist für den Konzern beträchtlich: Die weltweit rund 220 Millionen aktiven Mitglieder des Treueprogramms stehen für etwa 30 Prozent der Erlöse.

Um die Besuchsfrequenz in den Filialen weiter zu steigern, setzt McDonald’s auf gezielte Anreize. Medienberichten zufolge können US-Mitglieder des Treueprogramms im Jahr 2026 Vergünstigungen wie Fahrtguthaben für Uber und Abonnements für Disney+ erhalten. Ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um dem verhaltenen Kundenverkehr entgegenzuwirken, bleibt für die weitere Geschäftsentwicklung der entscheidende Faktor.