McDonald’s verdient mehr als erwartet, aber die eigentliche Baustelle liegt an der Kasse. Kunden mit niedrigerem Einkommen kommen seltener. Genau dort trifft der Preisdruck den Konzern am härtesten.
Das ist heikel. Denn McDonald’s lebt nicht nur von Marke und Größe, sondern von hoher Frequenz. Wenn die wackelt, reicht ein starkes Quartal allein nicht aus.
Starkes Quartal, vorsichtiger Ton
Im ersten Quartal 2026 steigerte McDonald’s den Umsatz auf 6,52 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von 9,4 Prozent zum Vorjahr.
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,83 Dollar. Darin steckte ein positiver Währungseffekt von 0,13 Dollar. Die weltweiten vergleichbaren Verkäufe legten um 3,8 Prozent zu.
Auch die USA und die internationalen Eigenmärkte wuchsen jeweils um 3,9 Prozent. Trotzdem klang Vorstandschef Chris Kempczinski vorsichtig. Das makroökonomische Umfeld verbessere sich nicht, es könne sich sogar verschlechtern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei McDonald's?
Der zentrale Druckpunkt sind niedrigere Einkommen. Höhere Benzinpreise belasten diese Kundengruppe besonders stark. Bei den einkommensschwächsten Gästen sieht McDonald’s bereits sinkende Besucherzahlen.
McValue soll Kunden zurückholen
Die Antwort heißt McValue. Die Plattform setzt auf ein Menü unter 3 Dollar, darunter ein McDouble für 2,50 Dollar. Dazu kommt ein Frühstücksangebot für 4 Dollar.
McDonald’s reagiert damit auf stärkeren Wettbewerb und höhere Preissensibilität. Vergleichbare US-Verkäufe rutschten im April leicht ins Minus. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern eine deutliche Verlangsamung.
Auch der Warenkorb ändert sich. McDonald’s setzt stärker auf Chicken-Produkte, weil Rindfleisch teuer bleibt. Chicken gewann zuletzt zwei Punkte Marktanteil.
Aktie bleibt unter Druck
JPMorgan bleibt zwar bei „Overweight“, senkte das Kursziel aber von 325 auf 305 Dollar. Die Bank reagiert damit auf den vorsichtigeren Ausblick und den schwächeren US-Trend.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei McDonald's?
Die Aktie notiert am Dienstag bei 236,40 Euro und gewinnt 1,42 Prozent. Seit Jahresanfang liegt sie trotzdem 8,67 Prozent im Minus. Der kurze Tagesanstieg ändert wenig am schwachen Bild der vergangenen Wochen.
Der Vergleich im Schnellrestaurant-Markt fällt gemischt aus. Burger King U.S. meldete ein Plus der vergleichbaren Umsätze von 5,8 Prozent. McDonald’s kam in den USA auf 3,9 Prozent.
Ein Lichtblick bleibt Japan. Dort wächst McDonald’s seit dem 42. Quartal in Folge. Die vergleichbaren Umsätze stiegen um 7,3 Prozent, der Nettogewinn sogar um 44,4 Prozent.
Langfristig bleibt der Konzern expansiv. Bis Ende 2027 will McDonald’s weltweit 50.000 Restaurants betreiben. In China sollen in diesem Jahr rund 1.000 Standorte hinzukommen.
In den USA verändert McDonald’s parallel den Betrieb. Selbstbedienungsstationen für Getränke und Soßen sollen bis 2032 verschwinden. Digitale Verkäufe stehen bereits für 40 Prozent des US-Umsatzes, dazu soll die Fußball-WM 2026 neue Marketingimpulse liefern.
McDonald's-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue McDonald's-Analyse vom 12. Mai liefert die Antwort:
Die neusten McDonald's-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für McDonald's-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
McDonald's: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

