UBS hat das Kursziel für McDonald’s am heutigen Montag von 365 auf 340 US-Dollar gesenkt. Die Analysten des Schweizer Bankhauses belassen ihre Kaufempfehlung jedoch unverändert und begründen den Schritt mit makroökonomischem Gegenwind, der die anstehenden Quartalszahlen belasten dürfte. McDonald’s meldet seine Ergebnisse für das zweite Quartal am 4. August.
Die Fast-Food-Kette reagierte auf die Nachricht ambivalent: Während das Kursziel sinkt, bleibt die Einstufung „Buy“ bestehen. UBS verweist auf ein US-Filialumsatzwachstum von schätzungsweise 0,5 Prozent, während der Konsens der Analysten 0,8 Prozent erwartet hatte. Auch die internationalen Märkte entwickeln sich UBS zufolge schwächer als von Analysten prognostiziert. Das Bewertungsniveau taxiert die Bank auf das rund 19-Fache des für 2027 erwarteten Gewinns je Aktie.
Schwache Umsatztrends belasten Prognosen
Die Vorsicht der Analysten kontrastiert mit den zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen. Für das erste Quartal hatte McDonald’s einen Gewinn je Aktie von 2,83 US-Dollar ausgewiesen und damit die Konsensschätzung von 2,74 US-Dollar übertroffen. Der Umsatz kletterte auf 6,52 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Diskrepanz zwischen soliden vergangenen Zahlen und vorsichtigeren Erwartungen für das laufende Quartal dürfte den Blick der Anleger in den kommenden Tagen bestimmen.
Der Analystenkonsens für McDonald’s bleibt insgesamt konstruktiv. Von den erfassten Häusern vergeben 15 ein Kaufvotum, 12 stufen die Aktie mit „Hold“ ein, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 334 US-Dollar. Die Spanne der Einschätzungen ist jedoch breit: Tigress Financial hatte sein Ziel zuvor auf 390 US-Dollar angehoben, während Wells Fargo auf 300 US-Dollar zurückging und Citigroup bei 335 US-Dollar mit Kaufempfehlung liegt.
Institutionelle Investoren stocken auf
Parallel zur Diskussion um die Kursziele zeigt sich bei institutionellen Anlegern reges Interesse. JCP Investment Management baute im ersten Quartal eine neue Position von 11.800 McDonald’s-Aktien im Wert von rund 3,67 Millionen US-Dollar auf – nach eigenen Angaben die zehntgrößte Position im Portfolio. Auch Family Manage LLC investierte neu, mit 8.559 Aktien im Wert von etwa 2,66 Millionen US-Dollar. Lazard Asset Management erhöhte seinen bestehenden Bestand um 3,3 Prozent auf 752.498 Aktien.
Auf der anderen Seite verkauften Insider in den vergangenen 90 Tagen 8.348 Aktien im Gegenwert von 2,36 Millionen US-Dollar. Institutionelle Anleger halten mittlerweile rund 70 Prozent der ausstehenden McDonald’s-Aktien – ein Umstand, der die Kursentwicklung stark von deren Positionierung abhängig macht.
Dividende bleibt Argument für Anleger
Für einkommensorientierte Investoren bleibt McDonald’s wegen seiner Dividendenhistorie interessant: Das Unternehmen erhöht die Ausschüttung seit 50 Jahren in Folge, aktuell zahlt es 1,86 US-Dollar pro Quartal, was einer Rendite von etwa 2,8 Prozent entspricht.
Im deutschen Handel notiert die Aktie am heutigen Montag bei 237,70 Euro und legt damit um 2,15 Prozent zu, nach einem Schlusskurs von 232,70 Euro am Freitag. Vom 200-Tage-Durchschnitt von 258,73 Euro trennen das Papier weiterhin gut acht Prozent nach unten – ein Hinweis darauf, dass der jüngste Kursanstieg den mittelfristigen Abwärtstrend noch nicht durchbrochen hat. Die kommenden Quartalszahlen am 4. August dürften zeigen, ob sich die vorsichtigeren Erwartungen der Analysten bestätigen oder ob McDonald’s erneut positiv überrascht.
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