McDonald’s Aktie: Value-Strategie zündet

McDonald's übertrifft mit seiner Fokussierung auf günstige Menüs die Analystenerwartungen deutlich. Die vergleichbaren Verkäufe steigen global um 5,7 Prozent, angeführt von starkem Wachstum in den USA.

McDonald's Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn und Umsatz übertreffen Erwartungen deutlich
  • Vergleichbare Verkäufe steigen global um 5,7 Prozent
  • Erfolgreiche Value-Strategie mit günstigen Menü-Bündeln
  • Starke internationale Umsätze und hohe Franchisee-Stimmung

McDonald’s hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Der Fast-Food-Riese meldete einen bereinigten Gewinn von 3,12 Dollar je Aktie – Analysten hatten lediglich 3,05 Dollar auf dem Zettel. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 7,01 Milliarden Dollar, während die Prognosen bei 6,84 Milliarden Dollar lagen. Besonders bemerkenswert: Die vergleichbaren Verkäufe weltweit stiegen um 5,7 Prozent, deutlich mehr als die erwarteten 3,7 Prozent.

Verantwortlich für diesen Erfolg war vor allem die konsequente Fokussierung auf günstigere Menü-Angebote. In den USA, dem größten Markt des Konzerns, sprangen die vergleichbaren Umsätze um 6,8 Prozent nach oben – der stärkste Anstieg seit rund zwei Jahren. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hatte ein E. coli-Ausbruch noch für einen Rückgang von 1,4 Prozent gesorgt.

Grinch-Menü schreibt Geschichte

Die Strategie dahinter ist klar: McDonald’s reagierte auf den Kaufkraftverlust einkommensschwächerer Kunden mit aggressiven Werbeaktionen und Menü-Bündeln ab 5 Dollar. CEO Chris Kempczinski betonte, dass es zunehmend Belege dafür gebe, dass diese Value-Strategie wirke – mit spürbaren Zuwächsen bei Besuchen von Kunden mit geringeren Einkommen. Allerdings laufen die Subventionen für Franchisenehmer bei diesen Extra-Value-Menüs allmählich aus. „Wir subventionieren Preise nicht dauerhaft“, stellte Kempczinski klar.

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Besonders erfolgreich erwies sich das Grinch-Menü im Dezember, das den „höchsten Einzelumsatz-Tag in der Geschichte“ des Unternehmens generierte. Auch die Rückkehr der Monopoly-Kooperation im Oktober nach fast einem Jahrzehnt Pause sowie weitere günstige Angebote im November zogen Kunden an. Analyst Jim Sanderson von Northcoast Research mahnte jedoch: „McDonald’s muss mit Marketing und Value-Promotionen weiter am Ball bleiben, um den Traffic positiv zu halten.“

Internationale Märkte liefern solide ab

Während viele Restaurant-Betreiber mit rückläufigen Besucherzahlen kämpfen, punktet McDonald’s mit seinem Budget-Ansatz. Zum Vergleich: Bei Taco Bell stiegen die vergleichbaren Verkäufe um sieben Prozent, bei KFC um drei Prozent. Das höherpreisige Chipotle Mexican Grill hingegen musste Anfang Februar 2026 einen Rückgang von 1,7 Prozent vermelden.

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Auch international läuft es rund: Das Geschäftssegment mit Partner-Restaurants legte um 4,5 Prozent zu, angeführt von Japan. Die internationalen Märkte wuchsen um 5,2 Prozent, getragen von starker Nachfrage in Großbritannien, Deutschland und Australien. Die Franchisee-Stimmung erreichte laut einer Umfrage von Analyst Mark Kalinowski vom Januar den höchsten Stand seit fast drei Jahren.

Für 2026 plant McDonald’s Investitionen zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Dollar, überwiegend für neue Standorte. Weltweit sollen rund 2.600 Restaurants eröffnet werden. Die operative Marge soll im mittleren bis hohen 40-Prozent-Bereich liegen, nach 46,1 Prozent in 2025. Sanderson warnte: „Globale Kosteninflation bleibt ein Gegenwind, der die Margenexpansion ohne konstantes Traffic-Wachstum belasten wird.“ Die Aktie zeigte sich nach Börsenschluss leicht schwächer.

Neuer Fokus auf Getränke-Segment

Zusätzlich setzt McDonald’s verstärkt auf das wachstumsstarke Getränke-Segment. Mit Cold Coffees, aromatisierten Limonaden und Energy-Drinks will der Konzern besonders jüngere Kunden anlocken. Noch 2026 soll in den USA und ausgewählten internationalen Märkten eine neue McCafé-Getränkelinie eingeführt werden – aufbauend auf einem Test in 500 Restaurants, der die Erwartungen übertraf.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.