Das kanadische Explorationsunternehmen Medaro Mining verstärkt die Suche nach Seltenen Erden. Eine hochauflösende Hubschrauber-Messung soll verborgene Mineralvorkommen aufspüren. Die Aktie reagiert unbeeindruckt.

Luftgestützte Erkundung gestartet

Medaro Mining hat mit einer geophysikalischen Befliegung des Clay Howells West Projekts begonnen. Die Messkampagne startete im Juni 2026 im Bergbaurevier Kapuskasing, Ontario. Geo Data Solutions führt die Arbeiten mit einem Helikopter-System durch. Das Programm umfasst rund 1.036 Linienkilometer.

Die technische Ausstattung erfasst mehrere Datenebenen: Magnetfeld, Gammastrahlung und niederfrequente elektromagnetische Signale. Mit einem Messraster von nur 50 Metern Abstand erhoffen sich die Geologen eine detaillierte Karte der Gesteinsschichten. Radiometrische Auffälligkeiten könnten bislang unentdeckte Zonen mit Seltenen Erden signalisieren – ein Verfahren, das am Boden oft unsichtbar bleibt.

Bodenarbeiten laufen parallel

Zeitgleich zur Luftkampagne läuft das oberirdische Explorationsprogramm. Geologen kartieren das Gelände, nehmen Gesteinsproben und suchen nach Hinweisen an der Oberfläche.

Das Ziel: Luft- und Bodendaten kombinieren. Sobald beide Untersuchungen abgeschlossen sind, wird Medaro die Ergebnisse in einem gemeinsamen Modell zusammenführen. Die so gewonnene geologische Karte soll dann die Bohrlöcher für die nächste Phase vorgeben.

Kurs unter Druck

Die Börse zeigte sich am Mittwoch wenig begeistert von den Neuigkeiten. Die Aktie fiel um 4,55 Prozent auf 0,21 Euro. Gemessen am 50-Tage-Durchschnitt von 0,28 Euro notiert der Titel 25,63 Prozent tiefer. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 130,91 Prozent. Der RSI von 36,2 signalisiert eine Annäherung an die überverkaufte Zone. Positiv bleibt die Jahresbilanz: Plus 47,89 Prozent seit Januar – das aus einer Basis von 0,10 Euro, dem 52-Wochen-Tief vom Oktober 2025.

Medaro Mining folgt mit Clay Howells West einer klaren Strategie: ein Portfolio aus kritischen Rohstoffen aufbauen – Seltene Erden plus Lithium. Die Daten der Helikopter-Messung sind der nächste Meilenstein im Sommer-Explorationsprogramm. Bleibt die Frage, ob die Interpretation der 1.036 Linienkilometer am Ende ein Bohrziel von Substanz liefert. Die kommenden Wochen werden es zeigen.