Der Medizintechnik-Konzern Medtronic hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 die Erwartungen übertroffen und zieht die Jahresprognose nach oben. Die Aktie erreicht daraufhin ein neues 52-Wochen-Hoch.

Im zweiten Jahresviertel, das am 24. Oktober endete, kletterte der Umsatz um 6,6 Prozent auf 8,96 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 8,87 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie landete das Unternehmen bei 1,36 Dollar – auch hier lag die Konsensschätzung mit 1,31 Dollar darunter.

Besonders stark entwickelte sich das Segment „Cardiac Ablation Solutions“. Dieses Geschäftsfeld trägt maßgeblich zum aktuellen Wachstumsschub bei und könnte auch in den kommenden Quartalen für Impulse sorgen.

Ambitiöse Ziele für das Gesamtjahr

Auf Basis der soliden Performance in der ersten Jahreshälfte hat Medtronic die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun zwischen 5,62 und 5,66 Dollar liegen. Zuvor war die Spanne bei 5,60 bis 5,66 Dollar angesetzt.

Beim organischen Umsatzwachstum rechnet das Management jetzt mit rund 5,5 Prozent statt der bisherigen 5,0 Prozent. CEO Geoff Martha verwies auf mehrere Wachstumstreiber: Neben der PFA-Franchise für Vorhofflimmern sollen das Symplicity-Verfahren bei Bluthochdruck, das robotergestützte Chirurgiesystem Hugo und die Altaviva-Therapie für Dranginkontinenz die Umsatzdynamik beschleunigen.

Beschleunigung in Sicht?

Martha zeigte sich optimistisch, dass das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte eine noch stärkere Umsatzbeschleunigung erreichen kann. Die Pipeline an neuen Therapien und Systemen sei gut gefüllt, die Marktpositionierung in den Kernbereichen stark.

Beim Nettogewinn legte Medtronic im zweiten Quartal auf 1,374 Milliarden Dollar zu – im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,270 Milliarden Dollar gewesen. Je Aktie bedeutete das einen Anstieg von 0,99 auf 1,07 Dollar.

Die Anleger honorierten die Zahlen und die erhöhte Prognose mit Käufen. Die Aktie markierte an der Wall Street ein neues Jahreshoch und setzt damit den positiven Trend der vergangenen Monate fort. Ob die angekündigte Wachstumsbeschleunigung tatsächlich eintritt, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.