Im Top-End-Segment der USA brummt das Geschäft, auf dem wichtigsten Einzelmarkt brechen die Verkaufszahlen drastisch ein. Bei Mercedes-Benz markiert das erste Quartal 2026 eine tiefe regionale Spaltung. Während amerikanische Kunden teure SUVs ordern, zwingt der gnadenlose Preiskampf in China den Stuttgarter Autobauer in die Defensive.
Extreme Kontraste beim Absatz
Weltweit lieferte der Konzern in den ersten drei Monaten sechs Prozent weniger Fahrzeuge aus. Der Rückgang resultiert maßgeblich aus dem chinesischen Markt. Dort rutschte der Absatz um 27 Prozent auf rund 111.600 Einheiten ab. Lokale Premiummarken drücken mit aggressiven Rabatten in das Segment.
Auf der Hauptversammlung Mitte April versuchte Finanzvorstand Harald Wilhelm, die Erwartungen neu zu justieren. Mittelfristig peilt das Management in China ein jährliches Volumen von einer halben Million bis 600.000 Fahrzeugen an.
Ein völlig anderes Bild zeigt sich in den Vereinigten Staaten. Hier treiben renditestarke Modelle das Geschäft an. Die Baureihen GLC, GLE und GLS verbuchten ein Plus von mehr als 22 Prozent. Sie stehen mittlerweile für einen Großteil der amerikanischen Pkw-Verkäufe. Im absoluten Luxussegment verzeichnen G-Klasse, SL und Mercedes-Maybach zweistellige Zuwächse.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?
Stromer wachsen, Sparprogramm hakt
Lichtblicke liefert das Elektrosegment. Die Auslieferungen reiner Stromer stiegen im Auftaktquartal um elf Prozent auf gut 50.000 Einheiten. Besonders der neue elektrische GLC füllt die Auftragsbücher schneller als jedes andere E-Modell der Unternehmensgeschichte.
Auch der neue elektrische CLA stößt in Europa auf enormes Käuferinteresse. In China findet das Modell hingegen kaum Abnehmer. Diese Diskrepanz illustriert die zentrale Herausforderung für den Konzern: Die neue EV-Generation zündet nicht auf dem größten Automarkt der Welt.
Parallel zur Absatzschwäche in Asien stockt das interne Effizienzprogramm „Next Level Performance“. Bis 2027 will Mercedes-Benz jährlich fünf Milliarden Euro einsparen. Da betriebsbedingte Kündigungen vertraglich ausgeschlossen sind, setzt das Management auf Abfindungen. Berichten zufolge sinkt jedoch das Interesse der Belegschaft an den freiwilligen Abgängen, nachdem die anfänglich sechsstelligen Prämien reduziert wurden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?
In Nordamerika droht indes Gefahr für die Profitabilität. US-Chef Adam Chamberlain warnt vor einem schwierigeren Marktumfeld. Hohe Zinsen und wirtschaftliche Unsicherheit bremsen die Nachfrage. Erschwerend wirken neue Importzölle, die die Kosten in die Höhe treiben. Eigene Preiserhöhungen fielen mit knapp über einem Prozent zuletzt moderat aus und können diese Belastungen kaum abfedern.
Quartalszahlen liefern Fakten
Wie tief diese Faktoren in die Bilanz schneiden, offenbart sich am 29. April. Dann legt Mercedes-Benz den Zwischenbericht für das erste Quartal vor. Analysten fokussieren sich dabei auf die Margenentwicklung und den echten Ertrag der Elektro-Strategie.
Die Zielvorgabe für das Gesamtjahr steht. Der Vorstand verspricht ein operatives Ergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau. 2025 war das bereinigte EBIT noch auf 8,2 Milliarden Euro eingebrochen. Den Umsatz will der Konzern stabil halten.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


