Während der chinesische Markt für Mercedes-Benz zunehmend zum Sorgenkind wird, liefert ausgerechnet das zuletzt schwächelnde Elektro-Segment neue Argumente für Optimismus. Wenige Tage vor der virtuellen Hauptversammlung zeichnet sich ab, dass neue Modelle wie der vollelektrische CLA einen echten Nerv bei der Kundschaft treffen. Der Stuttgarter Autobauer steht aktuell vor einem bemerkenswerten Spagat zwischen regionalen Absatzeinbrüchen und einer unerwarteten Renaissance bei den Stromern.
CLA sorgt für volle Auftragsbücher
Verantwortlich für den frischen Wind bei den Batterie-elektrischen Fahrzeugen (BEV) ist maßgeblich der neue CLA. Das Modell übertrifft die internen Erwartungen derart, dass die Produktion bereits im Dreischichtbetrieb läuft und die Warteliste bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026 reicht. Diese Dynamik schlägt sich direkt in den Absatzzahlen nieder: Im ersten Quartal stiegen die Auslieferungen der vollelektrischen Pkw um elf Prozent auf 50.400 Einheiten. Das ist ein wichtiges Signal, nachdem das BEV-Geschäft im Gesamtjahr 2025 noch um vier Prozent geschrumpft war. Auch die elektrischen Vans legten mit einem Plus von 29 Prozent kräftig zu.
Westliche Märkte stützen das Gesamtbild
Den Elektro-Erfolg trüben allerdings die Risse im Gesamtbild. Die weltweiten Pkw-Auslieferungen sanken um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge. Ursächlich dafür ist ein deutlicher Einbruch in China, wo die Verkäufe um 27 Prozent zurückgingen und sich der Abwärtstrend des Vorquartals beschleunigte. Dass das Minus nicht noch drastischer ausfiel, verdankt der Konzern der robusten Nachfrage in westlichen Märkten. Die USA verzeichneten ein starkes Plus von 20 Prozent, während auch Deutschland und das restliche Europa Zuwächse meldeten. Ohne den chinesischen Markt hätte Mercedes-Benz ein Absatzplus von fünf Prozent verbucht.
Gekürzte Dividende auf der Agenda
Diese gemischte Ausgangslage bildet den Rahmen für die virtuelle Hauptversammlung am kommenden Donnerstag, den 16. April. Auf der Agenda steht unter anderem die Bewältigung der schwachen Bilanz des Vorjahres. Weil das bereinigte EBIT 2025 von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro absackte, müssen Aktionäre eine spürbare Dividendenkürzung von 4,30 Euro auf 3,50 Euro je Anteilsschein hinnehmen. Der Ex-Dividende-Tag folgt unmittelbar am 17. April, die Auszahlung am 21. April.
Ob die starke Nachfrage nach neuen Elektromodellen ausreicht, um die gesenkten Margenziele zu stützen, wird sich Ende des Monats zeigen. Am 29. April veröffentlicht Mercedes-Benz den vollständigen Zwischenbericht für das erste Quartal. Dieser Termin liefert die ersten harten Fakten darüber, inwieweit die anvisierte EBIT-Marge von drei bis fünf Prozent im Pkw-Segment für das laufende Jahr realisierbar ist.
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