Die Mercedes-Benz Aktie hat in diesem Jahr massiv an Wert verloren. Seit Januar steht ein Minus von fast 26 Prozent auf der Kurstafel. Genau jetzt schwenkt ein großes Analysehaus um. Jefferies hebt den Daumen für den Stuttgarter Autobauer.

Die Experten stufen das Papier von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Parallel dazu senken sie allerdings das Kursziel auf 52 Euro. Das bietet beim aktuellen Kursniveau von 45,83 Euro dennoch reichlich Luft nach oben. Die Analysten erwarten mittelfristig wieder stabile Gewinnmargen im Pkw-Geschäft. Schwache Verkaufszahlen im chinesischen Luxussegment belasten zwar weiterhin das Ergebnis. Diese bekannten Risiken halten die Experten nach dem jüngsten Kursrutsch aber für eingepreist.

Chartbild bleibt angespannt

An der Börse wehrt sich das Papier gegen tiefe Abstürze. Ende Juni markierte der Kurs ein Tief bei 42,64 Euro. Von dort kletterte die Aktie in den vergangenen Tagen leicht nach oben. Eine Trendwende ist das noch lange nicht.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit minus 16 Prozent weiterhin deutlich aus. Der langfristige Abwärtstrend bleibt absolut intakt. Ein neutraler RSI-Wert signalisiert lediglich ein Ende des akuten Verkaufsdrucks.

Harter Sparkurs im Konzern

Abseits der Börse baut das Management den Konzern massiv um. Mercedes-Benz will die eigenen Kosten spürbar senken. Das Ziel: Die Profitabilität gegen harte Konkurrenz und schwankende Rohstoffpreise absichern. Die Einschnitte sorgen für enorme Unruhe. In mehreren Werken protestiert die Belegschaft offen gegen die Sparpläne.

Im zweiten Halbjahr rollt der Konzern neue Modelle auf den Markt. Diese Fahrzeugwechsel und die laufenden Effizienzprogramme müssen nun rasch finanziellen Ertrag bringen. Ohne eine zeitgleiche Stabilisierung der Nachfrage in den Kernmärkten scheitert eine nachhaltige Erholung der Aktie.