Mercedes-Benz Aktie: Plötzlich im Schatten?

Vor den Quartalszahlen am Mittwoch steht Mercedes-Benz unter Druck. Analysten fokussieren sich auf die Rendite und den Fortschritt des Effizienzprogramms.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie nähert sich Jahrestief an
  • Fokus auf bereinigte Umsatzrendite
  • Elektro-Modelle mit starken Verkaufszahlen
  • Sparziel von 3,5 Milliarden Euro bis Dezember

Die Aktie fällt, die Erwartungen steigen. Am Mittwoch legt Mercedes-Benz die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Stuttgarter Autobauer muss beweisen, dass sein Sparkurs greift. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 19 Prozent an Wert verloren.

Schwacher Trend an der Börse

Am Freitag ging die Aktie bei 50,17 Euro aus dem Handel. Der Blick auf den Chart zeigt ein tieferes Problem. Der Kurs nähert sich dem Jahrestief von 48,45 Euro. Nach dem jüngsten Dividendenabschlag fehlt Käufern offensichtlich die Überzeugung.

Die Marktkapitalisierung spiegelt eine abwartende Haltung wider. Das aktuelle Kursniveau dient als schwache Basis für den Handelsstart in die neue Woche. Investoren halten sich vor der Zahlenvorlage spürbar zurück.

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Fokus auf Rendite und Sparkurs

Analysten erwarten für das Auftaktquartal einen Gewinn von 1,37 Euro je Aktie. Das Hauptaugenmerk liegt auf der bereinigten Umsatzrendite im Pkw-Geschäft. Das Management peilt für das laufende Jahr drei bis fünf Prozent an.

Ein massives Effizienzprogramm soll dieses Ziel absichern. Bis Dezember will der Konzern über 3,5 Milliarden Euro einsparen. Der Markt wartet nun auf konkrete Belege für diesen Fortschritt. Die Kostensenkungen müssen die aktuelle Schwäche in einigen regionalen Absatzmärkten zwingend ausgleichen.

Lichtblick Elektromobilität

Abseits der Finanzkennzahlen liefert das operative Geschäft positive Signale. Der neue elektrische CLA verkauft sich hervorragend. Die Auftragsbücher sind bis weit in die zweite Jahreshälfte voll. Die Folge: Im Werk Rastatt läuft die Produktion bereits im Drei-Schicht-Betrieb.

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Parallel dazu sammelt der neue elektrische GLC Rekordwerte bei den Vorbestellungen. Interne Berichte sprechen vom erfolgreichsten Start eines Elektromodells in der Firmengeschichte. Diese Dynamik federt die bekannten Probleme im klassischen Verbrennergeschäft ab.

Ausblick auf Mittwoch

In wenigen Tagen wird Finanzvorstand Harald Wilhelm die Zahlen im Analysten-Call erläutern. Ein wichtiger Indikator ist der freie Cashflow des Industriegeschäfts. Hier liegt das Jahresziel bei über vier Milliarden Euro.

Erreicht die Marge das obere Ende der Prognose, könnte das den Abwärtstrend der Aktie bremsen. Charttechnisch wartet bei 52 Euro der nächste Widerstand. Fällt der Kurs hingegen unter die Marke von 49,50 Euro, drohen weitere Verluste.

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