Mercedes-Benz Aktie: Trotz China-Absturz überraschend stabil

Mercedes-Benz verzeichnet deutliche Absatzrückgänge, vor allem in China. Die Fokussierung auf profitable Luxusmodelle und eine intakte Charttechnik stützen jedoch die Aktie.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Einbrüche in China und den USA
  • Luxus- und AMG-Modelle verzeichnen deutliches Wachstum
  • Charttechnisch intakter Aufwärtstrend bei der Aktie
  • Umfassende Modelloffensive startet Ende Januar

Die Zahlen aus Stuttgart könnten kaum dramatischer sein. Fast ein Fünftel weniger Verkäufe in China, deutliche Rückgänge in den USA – und trotzdem hält sich die Aktie erstaunlich gut. Was steckt dahinter?

Mercedes-Benz hat 2025 weltweit nur noch 2,16 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders schmerzhaft fiel der Einbruch im wichtigsten Einzelmarkt China aus: Dort gingen die Verkäufe um 19 Prozent auf nur noch 551.000 Autos zurück. Die chinesische Konkurrenz setzt auf aggressive Rabattschlachten – ein Spiel, bei dem die Stuttgarter bewusst nicht mitmachen wollen. Die Marke soll nicht verwässert werden, auch wenn das kurzfristig Marktanteile kostet.

In den USA sank der Absatz um 12 Prozent. Allerdings täuscht diese Zahl: Sie bezieht sich auf die Auslieferungen an Händler, nicht an Endkunden. Bei den tatsächlichen Verkäufen an Käufer zeigt sich ein stabileres Bild mit sogar leichtem Aufwärtstrend. Europa erwies sich als vergleichsweise robuster Markt mit nur einem Prozent Minus. Der Heimatmarkt trägt, kann die Verluste aus Übersee aber nicht kompensieren.

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Die Luxusstrategie zahlt sich aus

Während die Gesamtzahlen erschrecken, läuft es im entscheidenden Segment blendend. Die AMG-Modelle legten um 7 Prozent zu, die ikonische G-Klasse feierte sogar ein Rekordjahr mit 23 Prozent Plus. Genau dort, wo die Margen am höchsten sind, wächst Mercedes. Die Fokussierung auf das Premium- und Luxussegment scheint trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu funktionieren.

Bei den Elektroautos zeigt sich eine Trendwende. Über das Gesamtjahr gingen die Verkäufe zwar um 9 Prozent zurück, doch das vierte Quartal brachte mit einem Plus von 3 Prozent die Kehrtwende. Die neuen Modelle finden offenbar Anklang. Das Schlussquartal war mit einem Plus von 6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal der stärkste Zeitabschnitt des Jahres.

Charttechnik signalisiert Stärke

Die Aktie notiert aktuell bei rund 59,80 Euro. Trotz der schwachen Verkaufszahlen zeigt der Chart einen intakten Aufwärtstrend. Beide wichtigen gleitenden Durchschnitte – der 50-Tage- und der 200-Tage-Durchschnitt – liegen unterhalb des aktuellen Kurses und bieten Unterstützung. Der RSI liegt bei moderaten 55 Punkten, was weiteres Aufwärtspotenzial zulässt.

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Die charttechnische Stärke steht im bemerkenswerten Kontrast zu den fundamentalen Herausforderungen. Offenbar trauen Investoren dem Konzern die Wende zu. Die negativen Nachrichten scheinen bereits eingepreist.

Modelloffensive soll Schwung bringen

Ende Januar startet eine umfassende Produktoffensive. Die S-Klasse erhält ein grundlegendes Update, neue Elektromodelle folgen. Dazu kommen elektrische AMG-Varianten, die die Luxusstrategie mit der E-Mobilität verbinden sollen. Kann diese Offensive die verlorenen Marktanteile zurückerobern?

Die Situation bleibt angespannt. Der vollständige Geschäftsbericht am 12. Februar wird Klarheit über die tatsächliche Ertragslage bringen. Für langfristige Anleger, die an die Premiumstrategie glauben und auf eine China-Erholung setzen, bieten die aktuellen Kurse eine interessante Einstiegsmöglichkeit. Die Bewertung ist günstig, die Dividendenrendite attraktiv. Ein Stopp-Kurs unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 53,80 Euro könnte das Risiko begrenzen. Hochspannend bleibt es allemal.

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