Mercedes-Benz Aktie: Verliert an Boden?

Mercedes-Benz verzeichnet Absatzplus in USA, aber Einbruch in China. Elektro-Modelle wie der CLA geben Hoffnung für die Jahresziele.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Absatz in China bricht um 27 Prozent ein
  • Elektroauto-Verkäufe steigen um elf Prozent
  • Neuer CLA treibt Wachstum in Europa an
  • Jahresprognose trotz Asien-Schwäche bestätigt

Starke Nachfrage in den USA, ein Einbruch in China und eine Aktie auf Talfahrt. Bei Mercedes-Benz klaffen operative Lichtblicke und die Stimmung an der Börse weit auseinander. Am 29. April legt der Stuttgarter Konzern seine vollständigen Quartalszahlen vor.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Das Papier rutschte am Freitag auf 49,85 Euro ab. Damit notiert der Wert nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief. Der Verlust seit Januar summiert sich auf über 19 Prozent. Die 200-Tage-Linie bei rund 56 Euro hat der Kurs längst nach unten durchbrochen.

Einbruch im wichtigsten Markt

Die bisherigen Absatzzahlen erklären die Nervosität der Investoren. Insgesamt verkaufte die Mercedes-Benz Group von Januar bis März knapp eine halbe Million Fahrzeuge. In den USA feierte der Konzern ein kräftiges Absatzplus. China hingegen brach um 27 Prozent auf rund 111.600 Einheiten ein. Die Folge: ein empfindlicher Dämpfer für das Gesamtbild.

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Das Management begründet den Rückschlag in Asien mit planmäßigen Modellwechseln. Mercedes-Benz steuert den Vertrieb dort aktuell aktiv um. Parallel dazu belasteten geopolitische Spannungen das Geschäft im Rest der Welt. Hier gingen die Verkäufe um 14 Prozent zurück.

Elektro-Modelle als Hoffnungsträger

Ein Gegengewicht bildet das wachsende Elektrogeschäft. Konzernweit stiegen die Auslieferungen von Batteriefahrzeugen um elf Prozent auf gut 50.000 Exemplare. Besonders der neue elektrische CLA treibt das Wachstum in Europa an. Die Fabriken fertigen das Modell bereits im Dreischichtbetrieb.

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Die Auftragsbücher für den CLA sind bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt. Hinzu kommen Rekordvorbestellungen für den kommenden elektrischen GLC. Dieser Schwung ist wichtig für die mittelfristigen Ziele. Der Autobauer will seinen Elektroanteil in den nächsten Jahren verdoppeln.

Fokus auf Margen und Ausblick

Am kommenden Mittwoch präsentiert Finanzvorstand Harald Wilhelm die vollständige Bilanz. Analysten achten dann vor allem auf die Profitabilität. Das aktuelle Effizienzprogramm soll bis 2026 Einsparungen von über 3,5 Milliarden Euro bringen. Der Markt erwartet hier erste konkrete Fortschritte.

Trotz des schwachen Asien-Geschäfts hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Das operative Ergebnis soll 2026 deutlich über dem Vorjahreswert liegen. Bei der Pkw-Rendite plant das Management zwischen drei und fünf Prozent ein. Liefert der Konzern im ersten Quartal Margen am oberen Ende dieser Spanne, dürfte das den Abwärtsdruck auf die Aktie spürbar lindern.

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