Mercedes-Benz Aktie: Was der Pre-Close verrät

Mercedes-Benz liefert im ersten Quartal weniger Fahrzeuge aus, vor allem in China. Die starke Nachfrage nach Elektroautos und ein umfangreiches Sparprogramm prägen die aktuelle Lage.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Auslieferungen im ersten Quartal um 6 Prozent gesunken
  • Elektrofahrzeuge verzeichnen starkes Plus von 11 Prozent
  • Dividende soll um 80 Cent auf 3,50 Euro gekürzt werden
  • Sparprogramm von über 3,5 Milliarden Euro für 2026

Ein Analysten-Call, der kaum jemand mitbekommt — und trotzdem den Kurs bewegt. Am Montag veranstaltete Mercedes-Benz einen sogenannten Pre-Close Call, bei dem Unternehmen ausgewählten Analysten einen Vorgeschmack auf die kommenden Quartalszahlen geben. Genaue Zahlen darf Mercedes dabei nicht nennen — aber offenbar reichten die Signale, um die Aktie noch am selben Abend um rund 1,5 Prozent nach oben zu treiben.

RBC bestätigte im Nachgang ihre Einschätzung mit „Sector Perform“ und einem Kursziel von 56 Euro. Die eigentlichen Q1-Zahlen folgen erst am 29. April.

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Starke E-Auto-Nachfrage trifft schwaches China-Geschäft

Der Hintergrund ist ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal 2026 lieferte Mercedes konzernweit 499.700 Fahrzeuge aus — ein Rückgang von 6 Prozent. Haupttreiber war ein Einbruch von 27 Prozent im chinesischen Markt, den das Unternehmen auf Wettbewerbsdruck, wirtschaftliche Unsicherheit und ausstehende Modellwechsel zurückführt.

Andere Regionen liefen deutlich besser. Die USA legten um 20 Prozent zu, Europa um 7 Prozent. Dazu kommt ein klarer Lichtblick im Elektrosegment: 50.400 BEV-Auslieferungen bedeuten ein Plus von 11 Prozent. Der neue elektrische CLA sorgt für volle Auslastung im Werk Rastatt — Drei-Schicht-Betrieb, weltweite Produktionskapazitäten ausgereizt. Vorstandsmitglied Mathias Geisen meldete zudem, dass der neue elektrische GLC in den ersten drei Monaten mehr Bestellungen verzeichnete als jedes andere Elektrofahrzeug in der Unternehmensgeschichte.

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Dividendenkürzung und Milliarden-Sparprogramm

Am Donnerstag, dem 16. April, findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Dividende: Der Vorstand schlägt 3,50 Euro je Aktie vor — 80 Cent weniger als im Vorjahr. Auszahlung wäre am 21. April.

Der Schritt passt zum Gesamtbild. Das bereinigte EBIT fiel 2025 von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro. Zölle, Wechselkurse und der Preiskampf in China haben tiefe Spuren hinterlassen. Das Management reagiert mit einem Sparprogramm von mehr als 3,5 Milliarden Euro für 2026, inklusive der geplanten Schließung des Werks im mexikanischen Aguascalientes bis Mai. Das Ziel: eine operative Umsatzrendite von 3 bis 5 Prozent. Den Konzernumsatz erwartet Mercedes auf Vorjahresniveau — während zeitgleich GLC EV, GLB EV und die elektrische C-Klasse anlaufen sollen.

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