Fast 18 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — und nun warnt die kanadische Großbank RBC vor weiterem Gewinndruck durch US-Zölle. Mercedes-Benz steuert mit schwerem Gepäck auf die Quartalszahlen am 29. April zu.
RBC sieht Margen in Gefahr
Am Mittwoch veröffentlichte RBC einen Research-Bericht, der die USA als zentrales Risiko für die Rentabilität des Stuttgarter Konzerns benennt. Die Analysten warnen: Neue Handelszölle könnten ausgerechnet in einem der profitabelsten Märkte für Luxusfahrzeuge empfindlich auf die Marge drücken. Die Aktie notiert bei rund 50,71 Euro — rund 7,5 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts und nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 48,45 Euro.
Das ist kein Zufall. Der Markt preist seit Wochen ein, dass sich das operative Umfeld verschlechtert. CEO Adam Chamberlain von Mercedes-Benz USA hatte bereits Anfang April vor einem schwierigeren Jahr 2026 gewarnt. Hohe Kreditkosten und anhaltende Inflation bremsen die Nachfrage im Premiumsegment.
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China bleibt ein strukturelles Problem
In China verschärft sich der Wettbewerb. Lokale Hersteller wie BYD und Geely setzen auf aggressive Preispolitik — das macht es für Mercedes schwerer, die Margenziele im Elektrobereich zu halten. Konzernchef Ola Källenius hält dennoch an der Strategie fest, mittelfristig bis zu 40 Prozent des Absatzes mit elektrifizierten Fahrzeugen zu bestreiten.
Auf der Hauptversammlung Mitte April präsentierte das Management eine Nettoliquidität von über 32 Milliarden Euro als Stabilitätsanker. Die Aktionäre stimmten einer Dividende von 3,50 Euro je Aktie zu, die am 21. April ausgezahlt wurde. Trotzdem bleibt der Markt skeptisch: Im Geschäftsjahr 2025 war der EBIT bereits auf 5,8 Milliarden Euro gesunken — ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
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Was am 29. April zählt
Beim Zwischenbericht für das erste Quartal 2026 werden Marktteilnehmer vor allem auf zwei Punkte achten: wie das Management konkret auf drohende US-Zölle reagieren will und ob die laufende Produktoffensive — mehr als 40 geplante Modellanläufe in drei Jahren — erste Wirkung zeigt.
Eine überzeugende Antwort auf beide Fragen könnte die Stimmung drehen. Bleibt sie aus, dürfte die Aktie ihre Nähe zum Jahrestief kaum schnell hinter sich lassen.
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