Fast 19 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — Mercedes-Benz hat 2026 bislang einen harten Kursstart erlebt. Am 29. April legt der Konzern seinen Q1-Zwischenbericht vor. Der Markt will dann wissen, ob die gespaltene Absatzentwicklung das Ergebnis belastet hat.
China zieht die Bilanz nach unten
Das erste Quartal lieferte ein widersprüchliches Bild. Weltweit lieferte Mercedes-Benz rund 419.000 PKW aus — sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Grund liegt fast vollständig in China, wo der Absatz um 27 Prozent einbrach. Klammert man das Reich der Mitte heraus, ergibt sich ein globales Wachstum von fünf Prozent.
Das Unternehmen erklärt den China-Einbruch mit einem Modellwechsel: Mehrere Baureihen laufen aus, Nachfolger kommen. 2027 soll der Markt wieder anspringen. Lokale Hersteller setzen Mercedes indes bei Software und Elektroantrieben unter erheblichen Druck — ein strukturelles Problem, das sich nicht mit einem Produktzyklus löst.
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Starke USA, wachsendes E-Geschäft
Außerhalb Chinas läuft es besser. In den USA stiegen die Retail-Verkäufe auf 78.500 Fahrzeuge, getragen von anhaltender Nachfrage nach SUVs: GLC, GLE und GLS wuchsen um mehr als 22 Prozent, der SL legte sogar 47 Prozent zu. Europa wuchs um sieben Prozent.
Das Elektrogeschäft sendet positive Signale. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg auf Konzernebene um elf Prozent auf gut 50.000 Exemplare. In Deutschland und Europa legte das E-Segment jeweils mehr als 30 Prozent zu — befeuert vom neuen CLA. Der elektrische GLC generierte in den ersten drei Monaten mehr Bestellungen als jedes andere Elektromodell in der Unternehmensgeschichte.
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Was der Q1-Bericht bringen muss
Die entscheidende Frage am 29. April: Konnte das Wachstum in den USA und Europa die Margenschwäche aus China kompensieren? Für die Pkw-Sparte erwartet der Markt 2026 nur eine EBIT-Marge zwischen drei und fünf Prozent — zweistellige Werte strebt das Management erst wieder für 2027 an.
Der Konzerngewinn hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro nachgegeben. Ein Kostensenkungsprogramm soll 2026 mehr als 3,5 Milliarden Euro einsparen, der Jahresausblick sieht ein EBIT deutlich über Vorjahresniveau vor. Ob das angesichts der China-Schwäche realistisch bleibt, muss Finanzvorstand Harald Wilhelm am Dienstag erklären.
Die Aktie notiert mit rund 50 Euro knapp vier Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief und deutlich unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Die Hauptversammlung beschloss Mitte April eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie für 2025 — ein Rückgang von knapp einem Viertel gegenüber dem Vorjahr, der bereits ausgezahlt wurde. Der Q1-Bericht ist nun der nächste Katalysator, der die Richtung vorgibt.
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