Mercer International hat am Donnerstag den Wiederanlauf von Rosenthal nach 24 Tagen ungeplantem Stillstand gemeldet. Auslöser waren Probleme mit der Abwasserbehandlung beim Hochfahren nach einer planmäßigen Wartung. Die Unterbrechung fiel nach Angaben des Unternehmens in das vierte Quartal 2026.

Die Aktie stieg am Freitag um 2,9%. Ein Zusammenhang zwischen der Tagesbewegung und dem gemeldeten Wiederanlauf ist damit nicht belegt.

Operatives Ergebnis verbessert sich

Bei den Quartalszahlen meldete Mercer für das dritte Quartal 2026 ein operatives EBITDA von minus 2,9 Millionen $. Damit blieb das operative Ergebnis nach dieser Kennzahl negativ.

Im dritten Quartal 2025 hatte das operative EBITDA minus 28,1 Millionen $ betragen. Für das zweite Quartal 2026 hatte Mercer minus 21,0 Millionen $ ausgewiesen.

Der Nettoverlust belief sich im dritten Quartal 2026 auf 59,2 Millionen $. Im Vorjahresquartal waren es 80,8 Millionen $ gewesen; im zweiten Quartal 2026 hatte der Verlust 76,0 Millionen $ betragen.

Vereinbarte Rekapitalisierung als finanzieller Kontext

Zur vereinbarten Rekapitalisierung teilte Mercer mit, dass Inhaber von mehr als 87% der vorrangigen Anleihen den Plan unterstützen. Auch eine Mehrheit der Stammaktionäre steht hinter der Vereinbarung.

Vorgesehen ist, Anleihen von rund 1,1 Milliarden $ in Eigenkapital umzutauschen. Dadurch sollen die Verbindlichkeiten aus vorrangigen Anleihen um etwa 88% sinken.

Eine vollständig abgesicherte Bezugsrechtsemission soll zusätzlich 400 Millionen $ neues Kapital bereitstellen. Die Umsetzung ist über einen vorab abgestimmten Chapter-11-Plan für Mercer International Inc. und die nicht operativ tätige Tochter Mercer International (Texas) LLC vorgesehen.

Am 30. Oktober verlängerte Mercer zudem die Nachfrist für die Zinszahlung seiner 2028 fälligen vorrangigen Anleihen von 30 auf 90 Kalendertage. Die am 1. Oktober fällige Zahlung von rund 25,8 Millionen $ hatte das Unternehmen nicht geleistet.