Der Pharmakonzern hat am Dienstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2024 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Während die Ergebnisse für das abgelaufene Vierteljahr die Erwartungen übertrafen, sorgt der Ausblick für 2026 für Ernüchterung. Die Aktie gerät unter Druck.
Die Erlöse stiegen im Schlussquartal um fünf Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar und lagen damit über der Analystenschätzung von 16,2 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete das Unternehmen 2,04 Dollar – exakt im Rahmen der Erwartungen. Der GAAP-Gewinn fiel allerdings deutlich: Mit 2,96 Milliarden Dollar oder 1,19 Dollar je Aktie lag er klar unter dem Vorjahreswert von 3,74 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,48 Dollar je Aktie.
Die Zahlen allein hätten durchaus Grund zur Zufriedenheit geboten. Doch was die Börse wirklich bewegt, ist der Blick nach vorn.
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Das Keytruda-Problem wird drängender
Die zentrale Herausforderung bleibt unverändert: Das Krebsmedikament Keytruda machte 2024 rund 46 Prozent des Gesamtumsatzes aus. 2028 läuft der Patentschutz aus – und damit tickt die Uhr. Die Frage, ob Merck rechtzeitig überzeugende Alternativen aufbauen kann, wird immer dringlicher.
Das Management hat zwar betont, dass 20 potenzielle Produkteinführungen und 80 Studien in der Spätphase anstehen. Besonders die Lungenmedizin Winrevair und der Pneumokokken-Impfstoff Capvaxive sollen künftig für Umsatz sorgen. Doch konkrete Zahlen, die Anleger beruhigen könnten, blieben aus.
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Erschwerend kommt hinzu: Die kürzlich geplatzten Übernahmegespräche mit Revolution Medicines zeigen, dass auch die M&A-Strategie ins Stocken gerät. Zwar signalisierte das Unternehmen Bereitschaft, „Dutzende Milliarden“ zu investieren – doch bislang fehlt die Umsetzung. Immerhin: Die Übernahme von Cidara Therapeutics wird als Asset-Deal verbucht und erhöht die Forschungsausgaben 2026 um geschätzte 9,0 Milliarden Dollar.
Vertrauen muss erst zurückgewonnen werden
Von 28 Analysten bewerten derzeit 16 die Aktie mit „Kaufen“, 12 mit „Halten“ – kein einziges „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 117,58 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von 6,6 Prozent zum aktuellen Kurs von 110,27 Dollar entspricht. Allerdings wurden die Gewinnschätzungen in den vergangenen zwei Monaten um 1,67 Prozent nach unten korrigiert.
Die Kernfrage lautet: Kann Merck das Vertrauen in nachhaltiges Wachstum aufbauen, bevor der Keytruda-Patentabfall einsetzt? Oder müssen Investoren bis 2027 warten, um Klarheit über die Zeit nach dem Blockbuster zu erhalten?
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