Rückenwind für Meta gleich von mehreren Seiten: Neue Nutzungsdaten zu Instagram, ein frisches KI-Modell und ein Zukauf von ARK Invest sorgen für Zuversicht. Die Aktie schloss am Dienstag bei 762,50 Dollar, ein Plus von 2,6 Prozent, und notierte vorbörslich leicht höher.
Instagram wächst weiter zweistellig
Die Engagement-Daten, auf die sich Citizens stützt, fallen solide aus. Die weltweit auf Instagram verbrachte Zeit stieg um rund 17 Prozent zum Vorjahr, den sechzehnten Monat in Folge zweistellig. Im August waren es noch etwa 18 Prozent, eine leichte Abschwächung.
Stärker beschleunigte die Zahl der täglich aktiven Nutzer. Sie wuchs global um 6,5 Prozent, so schnell wie seit Mai 2024 nicht mehr. In den USA legte die Zeit auf Instagram um gut 13 Prozent zu, der Marktanteil an der gesamten Social-Media-Zeit stieg auf rund 23 Prozent.
Ein Wermutstropfen: TikTok holt ebenfalls auf. Die globale Nutzungszeit der Konkurrenz beschleunigte sich auf etwa 17 Prozent, nach rund 14 Prozent im August.
Citizens bestätigt das Votum „Market Outperform“ mit einem Kursziel von 885 Dollar. Weitere Häuser liegen ähnlich oder darüber: Rosenblatt sieht 886 Dollar, Pivotal Research hob das Ziel von 790 auf 930 Dollar an. Beide verweisen auf die neuen KI-Modelle.
Muse Wonder soll die Wende bringen
Der zweite Kurstreiber ist das KI-Modell Muse Wonder, intern „Watermelon“ genannt. Meta spricht von einem großen Sprung und sieht es auf Augenhöhe mit ChatGPT von OpenAI und Claude von Anthropic, etwa beim Programmieren oder bei finanziellen und rechtlichen Fragen. KI-Chef Alexandr Wang nennt die Modelle „echte Frontier-Modelle“.
Bisher kamen Metas Modelle schlechter an als die der Konkurrenz. Bestätigt sich der Anspruch im Alltag, wäre das eine Kehrtwende. Dafür fließen Hunderte Milliarden Dollar in Infrastruktur.
ARK kauft nach
Auch Cathie Woods ARK Invest greift zu. Über die ETFs ARKW und ARKF erwarb sie 22.734 Aktien im Wert von rund 17,3 Millionen Dollar. Schon zu Wochenbeginn hatte ARK kleinere Positionen aufgebaut.
Regulatorisch bleibt eine Baustelle: Meta wehrt sich juristisch gegen die britische Aufsicht Ofcom, die nach dem Online Safety Act Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Umsatzes verhängen kann. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshoch, und der Abstand zu den Kurszielen von 885 bis 930 Dollar liegt bei rund 16 bis 22 Prozent.
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