Meta plant gewaltige Kapitalausgaben für seine globale Rechenzentrumsinfrastruktur und präsentiert stolz eine neue Generation hauseigener KI-Chips. Doch hinter den Kulissen hakt es bei der Software-Entwicklung. Weil das nächste große Sprachmodell auf sich warten lässt, erwägt der Tech-Gigant nun ausgerechnet die Technologie des Rivalen Google zu lizenzieren.
Um die Abhängigkeit von externen Hardware-Lieferanten zu verringern, hat der Konzern eine ehrgeizige Roadmap vorgestellt. Bis 2027 sollen vier neue Generationen der hauseigenen MTIA-Chips auf den Markt kommen. Geplant ist ein Veröffentlichungszyklus von nur sechs Monaten, um die Leistung der internen Empfehlungsalgorithmen kontinuierlich zu steigern. Dieser Vorstoß verschlingt enorme Summen: Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management mit Kapitalausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar.
Software-Probleme trüben das Bild
Während die Hardware-Pläne ehrgeizig voranschreiten, stockt die Entwicklung der passenden KI-Modelle. Das intern als „Avocado“ bezeichnete Projekt verfehlt offenbar die Leistungsziele und verspätet sich laut Medienberichten von März auf mindestens Mai. Diese Lücke zwingt das Management zu ungewöhnlichen Schritten. Um bei verbraucherorientierten Funktionen nicht den Anschluss zu verlieren, wird intern über eine Zwischenlösung mit Googles Gemini-Modell diskutiert. Ein solcher Schritt verdeutlicht die enormen technischen Hürden beim Aufbau eines komplett unabhängigen KI-Ökosystems.
Teure Daten und abwartende Anleger
Zusätzlich zum Infrastrukturaufbau muss sich Meta hochwertiges Trainingsmaterial sichern. Ein neuer Lizenzvertrag mit News Corp soll für bis zu 50 Millionen US-Dollar jährlich den Zugriff auf Inhalte des Wall Street Journals garantieren. An der Börse wird dieses komplexe Gemenge aus massiven Investitionen und operativen Verzögerungen genau abgewogen. Nach dem gestrigen Handelsschluss bei 555,70 Euro verzeichnet das Papier auf Monatssicht ein leichtes Minus von 1,35 Prozent. Administrative Nebenschauplätze, wie ein gestern neu entfachter 16-Milliarden-Dollar-Steuerstreit mit der US-Behörde IRS, rücken angesichts der strategischen KI-Herausforderungen in den Hintergrund.
Der geplante Launch des „Avocado“-Modells im Mai wird zum wichtigen Gradmesser für die internen Entwicklerteams. Bis dahin muss Meta den Spagat meistern, Milliarden in eigene Rechenzentren zu pumpen, während man bei der Software kurzfristig auf externe Lösungen angewiesen bleibt.
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