Metallium hat die betrieblichen Einschränkungen am Campus in Gator Point, Texas, überwunden und die Chlorierungstests im Rahmen des Flash-Joule-Heating-Verfahrens (FJH) wieder aufgenommen. Nachdem regulatorische Hürden bezüglich der Grundstücksnutzung und Genehmigungen gelöst wurden, fließen nun auch die ersten finanziellen Mittel aus der kommerziellen Zusammenarbeit mit Environmental Clean Technologies (ECT).
Standortsicherung und Testbetrieb in Texas
Die operativen Aktivitäten am Standort Gator Point standen zuletzt vor Herausforderungen durch Flächen- und Genehmigungsprobleme. Diese konnten Medienberichten zufolge durch die Sicherung zusätzlicher Landflächen vom Chambers County gegen eine nominelle Gegenleistung beigelegt werden. Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme der Arbeiten in den Gebäuden 706, 707 und 708, die zuvor durch die rechtlichen Einschränkungen blockiert waren.
Das Unternehmen hat am vergangenen Mittwoch mit dem Wiederanlauf der chlorierten Flash-Joule-Heating-Tests begonnen. Geplant ist eine etwa zweiwöchige Hochlaufphase, die in einer großangelegten, zwölfstündigen Chlorierungskampagne mit mehreren Reaktoren im September münden soll.
Ziel dieser Versuchsreihen ist die weitere Optimierung der FJH-Technologie, die Metallium für die Aufbereitung verschiedener Materialien nutzt. Parallel dazu schreitet der Ausbau der Laborkapazitäten vor Ort voran, wobei die Dachsanierung in einem Teilbereich des Geländes bis Anfang September abgeschlossen sein soll.
Kommerzielle Meilensteine mit ECT
Ein wesentlicher finanzieller Fortschritt ergibt sich aus der Vereinbarung mit Environmental Clean Technologies Ltd zur Evaluierung der MXene-Produktion. Metallium meldete den Beginn der ersten Zahlungsströme aus diesem Ingenieurdienstleistungs- und Entwicklungsvertrag.
Eine Zahlung in Höhe von 500.000 US-Dollar befand sich Mitte vergangener Woche bereits in der Abwicklung. Aufgrund von Limits bei Banküberweisungen wurde der vollständige Eingang der Summe bis zum Ende der vergangenen Woche erwartet.
Dieser Zahlungseingang markiert den Start der kommerziellen Erlösphase für die Technologieplattform. Die Zusammenarbeit mit ECT ist zunächst auf zwölf Monate angelegt. In diesem Zeitraum soll das Potenzial des Flash-Joule-Heating-Verfahrens für die Herstellung von MXenen – einer Klasse von zweidimensionalen anorganischen Verbindungen – detailliert geprüft werden.
Strategische Einordnung und Marktlage
Die operative Stabilisierung in den USA wird durch personelle Verstärkung flankiert. Bereits vor rund zwei Wochen baute Metallium das Führungsteam vor Ort aus, um die technische Leitung der Projekte in Texas sicherzustellen. Dies geschah vor dem Hintergrund erfolgreicher Tests der proprietären FJH-Technologie an Seltenen Erden, Germanium und Platingruppenmetallen, die Metallium ebenfalls vor rund zwei Wochen vermeldete.
Am Aktienmarkt spiegelt sich der operative Fortschritt derzeit nicht in steigenden Kursen wider. Die Metallium-Aktie notiert aktuell bei 0,2334 € und verzeichnete heute ein Minus von 8,5 %. Damit liegt das Papier signifikant unter dem am 3. Oktober 2025 markierten 52-Wochen-Hoch von 0,8100 €, was die volatile Entwicklung der vergangenen Monate unterstreicht.
Die Anleger richten ihr Augenmerk nun auf die für September geplante Testkampagne, die weiteren Aufschluss über die Skalierbarkeit des Verfahrens geben dürfte.
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