Metaplanet legt Zahlen vor, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen: Rekordumsatz, aber ein riesiger Jahresverlust. Der Grund liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in Bewertungsabschlägen auf die Bitcoin-Bestände. Entscheidend wird damit eine andere Frage: Kann das Unternehmen seine geplante operative Erholung liefern, während die Bilanz weiter an Bitcoin hängt?
Rekordumsatz – Verlust durch Bitcoin-Abschreibung
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Metaplanet einen Umsatz von 8.905 Mio. Yen – ein Plus von 738% gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stand unterm Strich ein Nettoverlust von 95.046 Mio. Yen.
Der Verlust resultierte laut Bericht im Wesentlichen aus einer Wertminderung von rund 102,2 Mrd. Yen auf den Bitcoin-Treasury-Bestand. Hintergrund sind Bilanzierungsregeln, nach denen digitale Vermögenswerte zum Marktwert erfasst werden. Die Volatilität von Bitcoin schlägt damit direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung durch – auch wenn das Unternehmen keine Coins verkauft.
Bitcoin-Treasury und Finanzierung: Plan bleibt aggressiv
Metaplanet hält derzeit 35.102 Bitcoin, bewertet mit rund 2,5 Mrd. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt demnach bei etwa 107.000 US-Dollar je Bitcoin. Damit zählt das Unternehmen zu den größten börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit.
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Mit dem „555 Million Plan“ will Metaplanet die Bestände bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin und bis 2027 auf 210.000 Bitcoin ausbauen. Für die Finanzierung setzt die Gesellschaft stärker auf unterschiedliche Instrumente und gibt unter den Programmen „MERCURY“ und „MARS“ unbefristete Vorzugsaktien aus. Allein die MERCURY-Tranche brachte 21,2 Mrd. Yen ein.
Ausblick und Kapitalstruktur: Licht und Schatten
Für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 stellt Metaplanet 16.000 Mio. Yen Umsatz und 11.400 Mio. Yen operativen Gewinn in Aussicht. Das wäre eine klare operative Wende im Vergleich zum Vorjahr.
Gleichzeitig weist der Bericht auf Spannungen in der Finanzierung hin. Ein zentrales Kapitalbeschaffungsinstrument – Warrants mit variablem Ausübungspreis an den EVO Fund – funktioniert laut Darstellung vor allem in Haussephasen. Da die Aktie deutlich unter den Ausübungspreisen notiert und das mNAV-Verhältnis nahe 1 liegt, ist diese Quelle derzeit weitgehend versiegt.
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Bei den neuen Vorzugsinstrumenten bietet die Klasse B („MERCURY“) eine feste Dividende von 4,9%, die Klasse A („MARS“) eine variable Dividende von 1% bis 8%. In Japans Niedrigzinsumfeld mit einem Referenzzins von 0,75% wirken diese Renditen im Inland weiter attraktiv.
Aktie stark abgewertet – Rückkaufprogramm bis Oktober
Die Bewertung der Aktie hat laut Bericht deutlich nachgegeben und liegt inzwischen nahe am Wert der zugrunde liegenden Krypto-Bestände. Zuvor hatte der Markt zeitweise deutlich höhere Multiplikatoren gezahlt – über 20x im Jahr 2024 und rund 10x zu Beginn von 2025. Vom Hoch hat die Aktie mehr als 80% verloren.
Per 28. Februar notierte Metaplanet in Tokio bei 324 Yen. Die 52-Wochen-Spanne lag zwischen 284 und 1.930 Yen.
Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. US-Dollar an, finanziert über eine kreditbasierte Fazilität mit Bitcoin als Sicherheit. Bis Oktober 2026 sollen bis zu 150 Mio. Stammaktien zurückgekauft werden, was rund 13% des Gesamtbestands entspricht. Ziel ist laut Darstellung, den „Bitcoin Yield“ je Aktie zu erhöhen und Vertrauen am Markt zurückzugewinnen.
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