Metaplanet Aktie: Rekordumsatz, Nettoverlust

Metaplanet erzielt operativ Rekordumsätze, schreibt jedoch durch massive Bitcoin-Bewertungsverluste einen hohen Nettoverlust. Das Unternehmen hält an seinem ehrgeizigen Ausbau der Krypto-Bestände fest.

Metaplanet Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Gewinn steigt sprunghaft auf 6,29 Mrd. Yen
  • Nettoverlust von 95 Mrd. Yen durch Bitcoin-Abwertung
  • Strategieziel: 100.000 Bitcoin bis Ende 2026
  • Neue Kapitalmaßnahmen und Aktienrückkauf angekündigt

Metaplanet liefert operativ ein Rekordjahr ab – und schreibt unter dem Strich trotzdem tiefrote Zahlen. Grund ist kein Einbruch im Kerngeschäft, sondern ein massiver Bewertungsverlust auf die Bitcoin-Bestände, der die Bilanz dominiert. Wie belastbar ist die Strategie, wenn operative Gewinne und Nettoergebnis so weit auseinanderlaufen?

Operativ stark – Bilanz von Bitcoin überrollt

Für das Geschäftsjahr 2025 (per 31. Dezember) meldete Metaplanet Erlöse von 8,91 Mrd. Yen (58 Mio. Dollar). Das entspricht einem Plus von 738% gegenüber 1,06 Mrd. Yen im Vorjahr. Der operative Gewinn sprang zugleich auf 6,29 Mrd. Yen, nach 350 Mio. Yen in 2024.

Die Schlagzeile kam jedoch von unten: Statt 4,44 Mrd. Yen Nettogewinn im Vorjahr stand 2025 ein Nettoverlust von 95 Mrd. Yen (619 Mio. Dollar). Auslöser war ein Bewertungsverlust auf die Bitcoin-Bestände in Höhe von 665,8 Mio. Dollar.

Aus den Bitcoin-bezogenen Aktivitäten wies das Unternehmen 8,47 Mrd. Yen Umsatz und 7,19 Mrd. Yen operatives Ergebnis aus. Treiber waren vor allem Prämieneinnahmen aus Bitcoin-Optionsgeschäften.

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100.000 BTC bis Ende 2026

Trotz des hohen Nettoverlusts hält Metaplanet an seinem Ausbauplan fest. Im Rahmen des „555 Million Plan“ soll der Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis 2027 auf 210.000 BTC steigen. Die gehaltene Menge kletterte von 1.762 BTC Ende 2024 auf 35.102 BTC – und lag damit auch über dem Ziel von 30.000 BTC für das Geschäftsjahr 2025.

Im Vergleich zu anderen börsennotierten Bitcoin-Haltern liegt Metaplanet damit weltweit auf Rang vier. Angeführt wird das Feld von Strategy Inc. (713.502 BTC), gefolgt von MARA Holdings (53.250 BTC) und Twenty One Capital (43.514 BTC).

CEO Simon Gerovich bestätigte die Ausrichtung auf weitere Käufe, obwohl sowohl der Bitcoin-Preis als auch die Aktie zuletzt deutlich nachgaben. Die Aktie fiel laut Bericht rund 82% vom Hoch bei 1.930 Yen im Juni. Metaplanet hielt zuletzt 35.102 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 107.000 Dollar je Coin. Dazu kommen etwa 280 Mio. Dollar Schulden sowie hohe nicht realisierte Verluste.

Finanzierung, Verwässerung und Rückkaufprogramm

Um die Strategie zu finanzieren, setzte Metaplanet auf einen gestaffelten Kapitalmix. Im Januar kündigte das Unternehmen an, über eine Drittplatzierung neuer Aktien und Aktienbezugsrechte bis zu 21 Mrd. Yen (137 Mio. Dollar) einwerben zu wollen. Geplant sind 24,53 Mio. neue Stammaktien zu 499 Yen je Aktie.

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Zu jeder neuen Aktie kommen 0,65 Bezugsrechte hinzu. Das entspricht 15,94 Mio. potenziellen Zusatzaktien und einer Warrant-Abdeckung von 65%. Die Warrants haben einen festen Ausübungspreis von 547 Yen und eine Laufzeit von einem Jahr. Bei vollständiger Ausübung könnten zusätzlich bis zu 8,9 Mrd. Yen erlöst werden. Von dem sofort zufließenden Kapital sind 5,2 Mrd. Yen für die teilweise Rückzahlung bestehender Schulden vorgesehen; der Rest soll unter anderem weitere Bitcoin-Käufe und allgemeine Unternehmenszwecke finanzieren.

Parallel kündigte Metaplanet ein Aktienrückkaufprogramm an: bis zu 150.000.000 Aktien bzw. 13,13% der Aktien für insgesamt 75.000 Mio. Yen. Das Programm läuft bis zum 28. Oktober 2026. Zudem verweist das Unternehmen darauf, Bitcoin-Bestände als flexibel nutzbare Sicherheiten einsetzen zu können. Als zentrale Steuerungskennzahl nennt das Management den KPI „BTC Yield“, der das prozentuale Wachstum von Bitcoin je Aktie abbildet und die Kapitalmarktmaßnahmen leiten soll.

Prognose 2026: Mehr Umsatz, kein Nettoziel

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Metaplanet 16 Mrd. Yen Umsatz (104 Mio. Dollar) und 11,4 Mrd. Yen operativen Gewinn (74,3 Mio. Dollar) in Aussicht. Das entspräche einem Wachstum von 79,7% bzw. 81,3% gegenüber 2025.

Eine Netto-Gewinnprognose gibt das Unternehmen ausdrücklich nicht ab. Begründet wird das mit der schwer kalkulierbaren Wirkung von Bitcoin-Preisschwankungen auf die Bilanz. Zusätzlich sind für 2026 Dividenden auf Class-B-Vorzugsaktien geplant, während die jüngsten Aktien- und Warrant-Emissionen die Zahl der Stammaktien erhöhen.

Zum nächsten festen Termin richtet sich der Blick auf die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2026: Diese erwartet das Unternehmen nach dem 31. März. Bis dahin wird der Markt vor allem daran messen, ob Metaplanet die angekündigte Profitabilität liefert und die Finanzierung des 100.000-BTC-Ziels diszipliniert umsetzt.

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