Der finale Akt der Zerschlagung ist eingeleitet: Frank Asbeck, Gründer des insolventen Solarworld, kaufte die Markenrechte seines früheren Unternehmens aus der Insolvenzmasse von Meyer Burger zurück. Dieser symbolträchtige Schritt unterstreicht die Endgültigkeit des Scheiterns.
Symbolischer Schlussakt
Der Rückkauf der Solarworld-Markenrechte durch den ursprünglichen Gründer markiert das Ende einer gescheiterten Vision. Meyer Burger hatte 2021 die Produktionsstätten von Solarworld übernommen, um die europäische Solarindustrie wiederzubeleben. Jetzt wird dieser Traum Stück für Stück abgewickelt. Der Insolvenzverwalter bestätigte die Transaktion, der Kaufpreis bleibt jedoch unter Verschluss.
Börsentod besiegelt
Die Rahmenbedingungen für die Meyer Burger Aktie sind desaströs. Nach gescheiterten Rettungsversuchen im September 2025 läuft nun die endgültige Abwicklung. Die Aktie ist bereits vom Handel an der SIX ausgesetzt – das Unternehmen wird keinen Einspruch gegen die endgültige Dekotierung einlegen.
Das Scheitern vollzog sich in mehreren Stufen:
- Produktionsstopp im deutschen Freiberg bereits im März 2024
- Kollabierte Finanzierung für das US-Werk in Arizona
- Insolvenz der US- und deutschen Tochtergesellschaften
- Erfolglose monatelange Investorensuche
Chinesische Konkurrenz als Totengräber
Das Ende von Meyer Burger resultiert direkt aus dem erdrückenden Wettbewerbsdruck chinesischer Hersteller. Diese überschwemmten den europäischen Markt mit subventionierten Solarmodulen zu Dumpingpreisen, die eine profitable Fertigung in Deutschland unmöglich machten. Der massive Preisverfall entzog dem Geschäftsmodell schließlich die Existenzgrundlage.
Für Aktionäre bedeutet die Entwicklung den finalen Totalverlust. Eine Liquidationsdividende ist ausgeschlossen. Der Verkauf der Solarworld-Markenrechte ist somit einer der letzten Akte in der vollständigen Demontage des einstigen Hoffnungsträgers.
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