Die Micron-Aktie markiert am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 426,20 Euro. Der Auslöser für den Kurssprung stammt jedoch von einem Konkurrenten. Intel lieferte überraschend starke Quartalszahlen und befeuert damit den gesamten Halbleitersektor.
Starke Nachfrage treibt den Kurs
Intel übertraf die Analystenprognosen deutlich. Der Konzern meldete einen Gewinn von 0,29 US-Dollar je Aktie. Erwartet war lediglich ein Cent. Auch der Umsatz lag mit 13,6 Milliarden US-Dollar über den Schätzungen.
Intel-Chef Lip-Bu Tan sieht den KI-Markt in einer neuen Phase. Die Nachfrage verlagert sich hin zu komplexen Anwendungen. Das spielt Micron direkt in die Karten. Der Konzern produziert genau den Hochleistungsspeicher, den diese Systeme benötigen.
Die Börse reagiert prompt. Die Micron-Aktie klettert um 4,55 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht nun ein massives Plus von 527 Prozent auf der Kurstafel.
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Speicherchips restlos ausverkauft
Ein Blick auf die Auftragsbücher untermauert die Rally. Das Management meldet eine vollständig ausverkaufte Produktion für Hochleistungsspeicher im Jahr 2026. Das schließt auch die kommende HBM4-Generation ein.
Um der enormen Nachfrage Herr zu werden, investiert das Unternehmen massiv. Micron hob das Budget für Investitionen auf 20 Milliarden US-Dollar an. Parallel dazu zog sich der Konzern aus dem klassischen PC-Speichermarkt zurück. Der Fokus liegt nun komplett auf Rechenzentren.
Die finanzielle Entwicklung spiegelt diesen Strategiewechsel wider. Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal sprang der Umsatz um 196 Prozent nach oben. Die Nettogewinnmarge liegt bei komfortablen 41,5 Prozent.
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Debatte um Bewertung und Aktiensplit
Trotz des rasanten Kursanstiegs sehen Analysten noch Potenzial. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für das kommende Jahr liegt bei lediglich 8. Das Analysehaus Morningstar stuft die Aktie auf Basis des erwarteten Wachstums als unterbewertet ein.
Der hohe Aktienkurs weckt unterdessen Fantasien im Markt. Beobachter diskutieren über einen möglichen Aktiensplit. Der letzte Schritt dieser Art fand im Jahr 2000 statt. Offizielle Pläne des Managements gibt es dafür bislang nicht.
Micron profitiert massiv vom Ausbau der globalen KI-Infrastruktur. Der aktuelle Aktienkurs notiert allerdings bereits über dem durchschnittlichen Analystenziel von 492 US-Dollar. Um dieses hohe Bewertungsniveau zu rechtfertigen, muss das Unternehmen liefern. Die nächste Hürde ist die ehrgeizige Umsatzprognose von 33,5 Milliarden US-Dollar für das dritte Quartal.
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