Micron Technology hat seine gesamte HBM-Produktionskapazität für das Jahr 2026 bereits vollständig vergeben. Kein einziges Gigabyte Hochbandbreitenspeicher ist noch verfügbar — und die Nachfrage wächst weiter. Der Kurs hat in den vergangenen zwölf Monaten um rund 915 Prozent zugelegt und notiert aktuell auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 914,20 Euro.
Markt wächst schneller als erwartet
Auf Branchenpräsentationen Anfang Juni 2026 aktualisierte Micron seine Marktprognose deutlich: Der adressierbare Gesamtmarkt für HBM soll bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen — zwei Jahre früher als bislang erwartet. Der Grund liegt in einem strukturellen Wandel: In modernen KI-Systemen bestimmt zunehmend die Speicherbandbreite, nicht die reine Rechenleistung, die Systemperformance.
Microns sechste HBM-Generation, HBM4, befindet sich bereits in der Massenproduktion. Die 36-GB-Produkte mit 12-Lagen-Stapelung sind speziell für NVIDIAs Vera-Rubin-KI-Plattform konzipiert — und sichern Micron damit einen Platz im Hardware-Stack der nächsten Generation für große Rechenzentren.
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HBM4E: Doppeltes Tempo, neue Partner
Parallel läuft die Entwicklung von HBM4E bereits auf Hochtouren — mit doppelter Geschwindigkeit im Vergleich zum HBM3E-Hochlauf. Für diese Generation setzt Micron erstmals auf EUV-Lithografie, konkret den 10-nm-Prozess der sechsten Generation (1-Gamma). Eine strategische Neuerung: Für die Basis-Dies der HBM4E-Serie kooperiert Micron mit TSMC — ein Bruch mit der bisherigen Praxis, diese intern zu fertigen.
Die Partnerschaft zielt auf maximale Produktqualität in einer Phase, in der KI-Workloads vom Training in rechenintensive Inferenz-Anwendungen übergehen.
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Analysten erhöhen Kursziele vor Q3-Zahlen
Raymond James hat das Kursziel für Micron auf 1.100 Dollar angehoben und hält an der Einstufung „Outperform“ fest. Als Treiber nennen die Analysten das anhaltend knappe Angebot bei Speicherprodukten und eine klarere Langfristnachfrage — auch wenn kurzfristiges Umsatzwachstum durch Produktionsengpässe begrenzt bleibt.
Am 24. Juni 2026 legt Micron seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 33,8 Milliarden Dollar — ein Plus von 263 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 liegt die Konsensschätzung beim Gewinn je Aktie bei 58,87 Dollar, gestützt durch margenstarke HBM-Verträge und den Übergang zu DDR5- und PCIe-Gen6-Speicherlösungen.
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