Fast 740 Prozent in zwölf Monaten — Micron Technology hat sich in eine andere Preisklasse katapultiert. Der Speicherchiphersteller verzeichnete vergangene Woche seinen stärksten Wochengewinn seit fast zwei Jahrzehnten, und die Frage, ob ein Aktiensplit folgt, ist längst keine Randnotiz mehr.
Eine Woche wie aus dem Lehrbuch
Die Aktie legte in der Woche bis zum 8. Mai rund 43 Prozent zu und schloss am Freitag bei 633,50 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus bereits 135 Prozent, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei über 155 Prozent. Das Handelsvolumen überstieg den Tagesdurchschnitt deutlich, und laut Daten von Vanda Research erreichte das Nettokaufvolumen von Privatanlegern Mitte April ein Zweijahreshoch.
Mit einer Marktkapitalisierung von über 840 Milliarden Dollar überholte Micron zeitweise JPMorgan Chase — ein Rangwechsel, der die Dimension der Bewegung verdeutlicht.
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Aktiensplit: Kosmetik oder Strategie?
Bei einem Kurs jenseits der 700-Dollar-Marke rückt die Frage eines Aktiensplits in den Vordergrund. Micron hat dies dreimal in seiner Geschichte getan, zuletzt im Jahr 2000. Eine offizielle Ankündigung gibt es bisher nicht. Manche Analysten sehen einen Split als logischen Schritt zur Verbreiterung der Anlegerbasis, andere halten ihn für weitgehend symbolisch — zumal die starke Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory die eigentliche Triebkraft bleibt.
Fundamentale Basis: Ausverkauft bis 2027
Hinter der Rally stecken handfeste Zahlen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron 23,9 Milliarden Dollar Umsatz — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der vierte Quartalsumsatzrekord in Folge. Die gesamte HBM4-Produktion für 2026 ist unter verbindlichen Verträgen ausverkauft, Kunden unterzeichnen inzwischen Liefervereinbarungen über drei bis fünf Jahre.
CEO Sanjay Mehrotra erklärte gegenüber CNBC, dass wichtige Kunden wegen des Angebotsengpasses nur 50 bis zwei Drittel ihres Bedarfs decken könnten. Nur drei Unternehmen — Micron, SK Hynix und Samsung — produzieren HBM in relevantem Maßstab. Micron erwartet, dass der adressierbare HBM-Markt bis 2028 auf rund 100 Milliarden Dollar anwächst, gegenüber 35 Milliarden Dollar im Jahr 2025.
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Analysten hecheln dem Kurs hinterher
Mizuho-Analyst Vijay Rakesh hob sein Kursziel Anfang Mai auf 740 Dollar an — ein Niveau, das die Aktie bereits überschritten hat. DA Davidson startete die Coverage mit einem Kursziel von 1.000 Dollar, dem höchsten auf dem Markt. TD Cowen zog auf 660 Dollar nach.
Trotz der Kursexplosion handelt Micron nur beim Elfachen des erwarteten Gewinns — günstig im Vergleich zu den meisten KI-Werten. Der RSI liegt bei 73,5 und signalisiert überkaufte Bedingungen, was kurzfristig Gewinnmitnahmen begünstigen könnte.
Das strukturelle Argument bleibt intakt: Experten rechnen frühestens 2028 mit einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, da neue Chipfabriken in den USA und Südkorea Jahre bis zur vollen Kapazität benötigen. Verhandlungen über 2027-Liefermengen laufen bereits.
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