196 Prozent mehr Umsatz, 682 Prozent höherer Gewinn. Micron Technology verschiebt derzeit die Wachstumsgrenzen im Halbleitersektor. Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist der unstillbare Hunger der Tech-Industrie nach KI-Infrastruktur.
Die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 sprengten die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte auf 23,86 Milliarden US-Dollar. Das klassische DRAM-Geschäft steuerte den Löwenanteil bei und wuchs um 207 Prozent. Im gleichen Schritt stieg der bereinigte Gewinn je Aktie auf 12,20 US-Dollar. Auch die Sparte für NAND-Speicher verzeichnete dreistellige Zuwachsraten.
An der Börse spiegelt sich diese Dynamik eindrucksvoll wider. Die Aktie verabschiedete sich am Freitag bei 386,80 Euro ins Wochenende. Auf Jahressicht steht damit ein massives Plus von rund 539 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zum jüngsten Rekordhoch beträgt weniger als vier Prozent.
Monopolartige Stellung im Speichermarkt
Micron profitiert von einer enormen Preissetzungsmacht. Das Unternehmen gehört neben Samsung und SK Hynix zu den weltweit einzigen drei Produzenten, die DRAM-Speicherchips in großem Maßstab fertigen. Diese Chips sind für das Training von Künstlicher Intelligenz unverzichtbar.
Die Auftragsbücher quellen über. Für das laufende Kalenderjahr ist die gesamte Produktion von High Bandwidth Memory (HBM) restlos ausverkauft. Die Kontingente für 2027 sind bereits fest vergeben. Aktuell verhandelt das Management schon über Lieferungen für das Jahr 2028.
Prognose sprengt den Rahmen
Wer dachte, das Wachstumstempo flache ab, wird vom Ausblick auf das dritte Quartal eines Besseren belehrt. Der Vorstand rechnet mit einem Umsatzsprung von rund 260 Prozent im Jahresvergleich. Die Bruttomarge soll dabei auf spektakuläre 81 Prozent klettern.
Auch beim Ertrag legt das Unternehmen die Messlatte höher. Der anvisierte Gewinn je Aktie liegt im Mittel bei 19,15 US-Dollar. Diese Prognose untermauert die Erwartung, dass die Gewinnmargen im KI-Speichersegment vorerst auf Rekordniveau bleiben.
Die operative Entwicklung stützt den rasanten Kursanstieg der vergangenen Monate. Solange die Tech-Giganten ihre Rechenzentren massiv aufrüsten, behält Micron seine Ausnahmestellung. Fällt die Bruttomarge im kommenden Quartalsbericht tatsächlich wie prognostiziert jenseits der 80-Prozent-Marke aus, zementiert der Chipbauer sein historisches Preisdiktat endgültig.
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