Micron Aktie: Doppelschlag!

Nach starkem Kursanstieg gerät Micron unter Druck: Führungskräfte verkaufen Millionenaktien, während der durchwachsene ASML-Bericht den gesamten Halbleitersektor belastet.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Chefetage verkauft Aktien im Wert von 10 Millionen Dollar
  • ASML-Quartalsbericht belastet gesamten Chip-Sektor
  • Operativ starke Zahlen mit Rekordmargen erzielt
  • Analysten uneins über zukünftige Kursentwicklung

Nach einer rasanten Kursrally gerät Micron plötzlich von zwei Seiten unter Druck. Ein millionenschwerer Aktienverkauf aus der Chefetage verunsichert die Investoren. Parallel dazu zieht der durchwachsene Quartalsbericht von ASML den gesamten Halbleitersektor nach unten.

Führungskräfte trennen sich von Aktien

Sumit Sadana, Chief Business Officer bei Micron, hat Kasse gemacht. Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC verkaufte er am 10. April 24.000 Aktien. Bei einem Durchschnittskurs von 421,35 US-Dollar belief sich das Volumen auf rund 10,1 Millionen Dollar. Damit reduzierte er seinen Anteil am Unternehmen um knapp zehn Prozent.

Er ist nicht der Einzige. Auch Vertriebschef Michael D. Cordano stieß einen Tag zuvor Papiere ab. Solche Transaktionen nach einem massiven Kursanstieg wecken am Markt unweigerlich Aufmerksamkeit.

ASML-Zahlen belasten den Sektor

Der Gegenwind verstärkt sich durch externe Faktoren. Der Ausrüster ASML übertraf zwar die Erwartungen für das erste Quartal. Dennoch reagierten Anleger enttäuscht. Sorgen über Exportbeschränkungen nach China drücken auf die Stimmung im gesamten Chip-Sektor. Das spürt auch Micron.

Am Mittwoch schloss die Aktie bei 383,90 Euro. Trotz des jüngsten Rücksetzers steht auf Sicht von zwölf Monaten noch immer ein gewaltiges Plus von rund 530 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Titel notiert aktuell gut zehn Prozent über seiner 50-Tage-Linie.

Rekordmargen treffen auf Skepsis

Operativ liefert der Speicherchiphersteller beeindruckende Zahlen. Im zweiten Geschäftsquartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um fast 200 Prozent auf 23,86 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge erreichte starke 74,9 Prozent. Für das dritte Quartal peilt das Management sogar 81 Prozent an. Ein wesentlicher Treiber ist der KI-Boom. Spezielle Speicherchips für Rechenzentren sind bereits für das gesamte Jahr 2026 ausverkauft.

Diese fundamentale Stärke spaltet die Analysten. Arete Research sieht das Kursziel bei 852 Dollar und rät zum Kauf. Die Erste Group stufte den Titel hingegen auf „Halten“ ab. Die Experten verweisen auf den sinkenden freien Cashflow durch hohe Investitionskosten.

Micron bewegt sich aktuell in einem Spannungsfeld. Die operative Auslastung bis ins kommende Jahr sichert die Umsätze ab. Hält die Unterstützung an der 50-Tage-Linie bei rund 347 Euro, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Ein Rutsch darunter könnte jedoch weitere Gewinnmitnahmen auslösen.

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