Micron Aktie: Erfreuliche Umsatzsteigerungen!

Der Speicherchip-Hersteller Micron meldet eine vollständig ausgebuchte HBM4-Produktion für 2026 und erwartet im zweiten Quartal einen massiven Gewinnsprung von über 400 Prozent.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • HBM4-Produktion für 2026 durch Verträge gebunden
  • Gewinn je Aktie soll sich mehr als verfünffachen
  • Massiver Kapazitätsausbau mit 100-Milliarden-Dollar-Fabrik
  • Markt für KI-Speicher wächst rasant bis 2028

Micron Technology meldet am 18. März seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 – und die Erwartungen sind enorm. Der US-Speicherchip-Konzern hat seine gesamte HBM4-Produktion für 2026 bereits unter mehrjährigen Verträgen verkauft, bevor das Jahr überhaupt richtig begonnen hat. Wall Street rechnet mit Rekordwerten.

Quartalszahlen: Gewinn soll sich mehr als verfünffachen

Im Dezember hatte Micron für das erste Quartal Rekordumsätze von 13,64 Milliarden Dollar vorgelegt – ein Plus von 57 Prozent zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 4,78 Dollar. Für das nun anstehende zweite Quartal prognostiziert das Management selbst Erlöse von rund 18,7 Milliarden Dollar bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von etwa 8,42 Dollar.

Analysten gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie erwarten ein Umsatzwachstum von 135 Prozent auf 18,9 Milliarden Dollar und einen Gewinnsprung von 444 Prozent auf 8,50 Dollar je Aktie. Solche Zahlen spiegeln wider, wie massiv die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory für KI-Anwendungen derzeit ist.

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HBM4: Produktion auf Jahre ausverkauft

Micron hat im ersten Quartal 2026 mit der Auslieferung seines HBM4-Speichers begonnen – ein Quartal früher als ursprünglich angekündigt. Die gesamte Jahresproduktion 2026 ist bereits durch mehrjährige Verträge gebunden. Das bedeutet: Ein normalerweise kurzfristiges Speicherprodukt wird für Micron faktisch zur vertraglich gesicherten Infrastruktur mit deutlich besserer Planbarkeit bei Volumen und Preisen.

Der Konzern rechnet damit, dass der adressierbare Markt für HBM bis 2028 mit rund 40 Prozent pro Jahr wächst – von etwa 35 Milliarden Dollar 2025 auf rund 100 Milliarden Dollar 2028. Diese Marke wird nun zwei Jahre früher erwartet als in früheren Prognosen und würde den gesamten DRAM-Markt des Jahres 2024 übertreffen.

Kapazitätsausbau: 100 Milliarden Dollar für US-Werk

Micron hat sich Anfang 2026 aus dem Consumer-PC-Speichermarkt zurückgezogen und konzentriert sich auf das lukrative KI-Segment. Im Januar erfolgte der Spatenstich für eine 100-Milliarden-Dollar-Chipfabrik im Bundesstaat New York – nach Fertigstellung die größte Halbleiterfabrik der USA.

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Die Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2026 wurden von 18 auf 20 Milliarden Dollar erhöht. Insgesamt plant Micron einen Kapazitätsausbau in den USA im Gesamtvolumen von 200 Milliarden Dollar. Die Produktion von HBM benötigt etwa dreimal so viel Wafer-Kapazität wie Standard-DRAM, was konventionelle Speichersegmente zusätzlich verknappt und die Preise stützt.

Marktforschung sieht weiteres Wachstum bis 2027

Marktforscher TrendForce erwartet für 2026 einen Umsatzanstieg bei NAND-Flash um 112 Prozent auf 147 Milliarden Dollar. Der DRAM-Markt soll sogar um 144 Prozent auf 404 Milliarden Dollar zulegen. Für 2027 prognostiziert TrendForce ein weiteres Marktwachstum von 53 Prozent auf 843 Milliarden Dollar. Die Knappheit an Speicherchips dürfte bis 2028 anhalten, da der Ausbau neuer Produktionskapazitäten Jahre dauert.

Micron ist einer von nur drei großen Speicherproduzenten weltweit und der einzige bedeutende US-Hersteller von RAM und DRAM. Die beiden anderen sind Samsungs und SK Hynix aus Südkorea. Künstliche Intelligenz benötigt enorme Mengen an schnellem Speicher – und genau diese Abhängigkeit treibt den Sektor.

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Über Felix Baarz 1898 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.