Nach einem turbulenten März zeigt Micron Technology eine deutliche Gegenbewegung. Am 1. April legte die Aktie rund 9 % zu und kletterte auf etwa 370 Dollar — getrieben von starken Quartalszahlen und einer bemerkenswerten Nachricht aus der Auftragslage.
TurboQuant-Schock verliert seinen Schrecken
Ausgelöst hatte die vorangegangene Schwäche ein Bericht über „TurboQuant“, einen angeblich von Alphabet entwickelten KI-Algorithmus zur Speicherkomprimierung. Die Meldung, dass das Tool den Speicherbedarf großer Sprachmodelle um bis zu 83 % reduzieren könnte, ließ die Aktie in der Vorwoche um fast 15 % einbrechen.
Morgan Stanley hält dagegen. Die Bank bekräftigte ihr „Overweight“-Rating und argumentiert, dass Speicher weiterhin ein zentraler Engpass für KI-Entwicklung bleibt. Zudem könnte TurboQuant, das auf Inferenz-Effizienz abzielt, sogar neue Nachfrage erzeugen — indem KI-Anwendungen auf bisher speicherlimitierten Edge-Geräten erst ermöglicht werden.
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Ausverkaufte Kapazitäten und ein historischer Vertrag
Der stärkste Kurstreiber dürfte die Produktionssituation bei HBM4 sein. Microns gesamte Kapazität dieser nächsten Generation von High-Bandwidth-Memory für Nvidias Vera-Rubin-Plattform ist für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits vollständig unter verbindlichen Verträgen vergeben.
Noch ungewöhnlicher: Micron hat erstmals einen Fünfjahresvertrag mit einem Kunden abgeschlossen — ein klarer Bruch mit den sonst üblichen kurzfristigen Vereinbarungen in der Halbleiterbranche. Das schafft eine Umsatzsichtbarkeit, die in diesem Sektor selten ist.
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Rekordquartal mit 169 % NAND-Wachstum
Die Zahlen des zweiten Fiskalquartals 2026 untermauern die operative Stärke. Der Quartalsumsatz lag bei 23,9 Milliarden Dollar — rund 4 Milliarden über den Konsenserwartungen. Besonders auffällig: Der NAND-Umsatz stieg im Jahresvergleich um 169 % auf 5 Milliarden Dollar, angetrieben durch Enterprise-SSDs in KI-Rechenzentren.
Das Board reagierte mit einer Dividendenerhöhung von 30 %. Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht.
Blick auf den Rest des Jahres
Mit ausverkauften HBM-Kapazitäten bis Ende 2026 rückt die operative Umsetzung in den Vordergrund — konkret der Hochlauf des Werks in Boise. Die Aktie notiert noch rund 18 % unter ihrem 30-Tage-Hoch. Die Kombination aus Rekordzahlen, langfristigen Lieferverträgen und einer vollständig gebuchten Produktionskapazität dürfte die Diskussion um strukturelle Nachfrageschwäche vorerst verstummen lassen.
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