Micron Aktie: HBM4-Produktion ausverkauft bis 2028

Micron erreicht neues 52-Wochen-Hoch bei massiver Chipknappheit. Die HBM4-Produktion ist für das Jahr bereits ausverkauft.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von fast 15 Prozent am Freitag
  • HBM4-Produktion für 2025 komplett vergeben
  • Bruttomarge von 81 Prozent angepeilt
  • Aktiensplit-Debatte neu entfacht

Die Kapazitätsengpässe bei Speicherchips treiben den Markt vor sich her. Während Kunden um knappe Bauteile ringen, erlebt Micron an der Börse eine historische Kursexplosion. Allein am Freitag schoss das Papier um fast 15 Prozent nach oben und markierte bei 633,50 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.

Hinter dem rasanten Anstieg steht ein massiver Mangel an DRAM- und NAND-Speichern. Die Unterversorgung stützt drastische Preiserhöhungen und treibt das Umsatzwachstum in beiden Kernsegmenten. Für das laufende Quartal peilt das Management Bruttomargen von 81 Prozent an. Marktbeobachter rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Knappheit im zweiten Halbjahr.

Spekulationen um Aktiensplit

Auf Jahressicht verzeichnet der Chipwert mittlerweile ein Plus von über 735 Prozent. Der steile Aufstieg befeuert nun eine Debatte, die bei Micron lange ruhte: Ein möglicher Aktiensplit. Offizielle Pläne oder Ankündigungen des Vorstands gibt es bislang nicht.

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Letztmalig teilte der Konzern seine Anteilscheine im Jahr 2000. Befürworter argumentieren, ein niedrigerer optischer Kurs könnte die Papiere für Privatanleger wieder zugänglicher machen. Kritiker verweisen auf den geringen strategischen Nutzen, da die fundamentale Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) den Kurs ohnehin treibt.

Ausverkaufte Produktion

Die operative Entwicklung untermauert diese Nachfrage. Micron hat seine gesamte HBM4-Produktion für das laufende Jahr bereits über verbindliche Verträge ausverkauft. Kunden binden sich mittlerweile für drei bis fünf Jahre an den Hersteller. Der Gesamtmarkt für diese speziellen Rechenzentrums-Speicher soll bis 2028 auf 100 Milliarden US-Dollar anwachsen.

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Trotz der massiven Kursgewinne seit Januar bleibt die Bewertung moderat. Die Aktie wird aktuell nur mit dem knapp Neunfachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Das spricht für einen fundamental getriebenen Aufschwung anstelle reiner Spekulation.

Wichtige Termine im Blick

Neue Impulse könnten in den kommenden Tagen von Branchenauftritten ausgehen. Am 20. Mai stellt sich das Management auf der J.P. Morgan Tech-Konferenz in Boston den Fragen der Investoren.

Der nächste große finanzielle Meilenstein folgt wenig später: Um den 24. Juni herum legt Micron die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Die eigenen Umsatzziele für diesen Zeitraum liegen bei rund 33,5 Milliarden US-Dollar.

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