Micron Aktie: Mizuho sieht 800 Dollar

Mizuho hebt das Kursziel für Micron auf 800 Dollar an, gestützt auf starke Preiserwartungen bei Speicherchips. Analysten sehen KI-Nachfrage als Treiber.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Mizuho erhöht Kursziel auf 800 Dollar
  • Starke Preiserwartungen für DRAM und NAND
  • KI-Server treiben Speichernachfrage an
  • Insider-Aktienverkäufe nahe Kurshoch

Nach dem gestrigen Kursrutsch von knapp sechs Prozent auf 681,54 Dollar zeigt die Micron-Aktie heute Stabilisierungstendenzen. Gleichzeitig hat Mizuho sein Kursziel auf 800 Dollar angehoben — und untermauert damit das bullische Lager, das trotz aufkommender Wettbewerbssorgen an der Wachstumsstory festhält.

Mizuho erhöht die Messlatte

Die Investmentbank begründet die Zielanhebung von 740 auf 800 Dollar mit starken Preiserwartungen für NAND- und DRAM-Produkte bis 2027. Das neue Kursziel entspricht dem 3,9-fachen des für das Geschäftsjahr 2027 geschätzten Buchwerts — gegenüber dem bisherigen Faktor von 3,5. Die Outperform-Einstufung bleibt bestehen.

Mizuho erwartet, dass KI-Server die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory und Enterprise-SSDs weiter antreiben. Hinzu kommt ein potenzieller Lieferengpass durch einen möglichen Streik bei Samsung, der Micron gemeinsam mit Hynix als Nutznießer positionieren würde. BofA Securities war zuletzt noch deutlich optimistischer und setzte das Kursziel auf 950 Dollar, während DA Davidson sogar 1.000 Dollar für möglich hält.

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Festplatten-Renaissance als Bewertungsdruck

Western Digital hat angekündigt, hochkapazitive Ultrastar-UltraSMR-Festplatten für Rechenzentren zu qualifizieren — eine Technologie, die im KI-Zeitalter gegenüber SSDs und HBM an den Rand gedrängt wurde. Klassische Festplatten sind zwar langsamer, bieten bei sehr großen Datenmengen jedoch Kostenvorteile. Für das operative Geschäft von Micron ist das kurzfristig keine ernsthafte Bedrohung, wohl aber ein Gesprächsthema, das die Bewertung belasten könnte.

Ebenfalls im Blickfeld: CEO Sanjay Mehrotra und Director Steven J. Gomo haben im Mai Teile ihrer Aktienbestände verkauft — zeitlich nahe am bisherigen Kurshoch. Insider-Transaktionen laufen oft nach vorher festgelegten Plänen, doch das Timing bleibt ein Faktor, den aufmerksame Anleger registrieren.

Am 24. Juni präsentiert Micron seine Zahlen für das Mai-Quartal. Dann dürfte sich zeigen, ob die hohen Erwartungen der Analystenriege mit der operativen Realität Schritt halten.

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