Micron-Chef Sanjay Mehrotra hat es am Samstag klar ausgesprochen: Das Unternehmen kann derzeit nur 50 bis 67 Prozent der Speichernachfrage seiner wichtigsten Kunden bedienen. Nicht weil die Produktion schwächelt — sondern weil die KI-Infrastruktur schlicht schneller wächst als jede Fabrik der Welt hochgezogen werden kann.
Rekordwachstum, trotzdem zu wenig
Die Zahlen des zweiten Fiskalquartals 2026 unterstreichen das Paradox: Micron erzielte einen Rekordumsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem bleiben Liefermengen bei DRAM und NAND hinter der Nachfrage zurück, weil Reinraumkapazitäten nicht kurzfristig skalierbar sind.
Erstmals in diesem Kalenderjahr wird der Speicherbedarf von Rechenzentren laut Unternehmensangaben mehr als 50 Prozent des gesamten adressierbaren Marktes ausmachen. Treiber sind KI-Server und sogenannte agentische KI-Workloads, die deutlich mehr Speicherdichte benötigen als klassische Rechenanwendungen.
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Prognose weit über Konsens
Für das dritte Fiskalquartal 2026 erwartet Micron einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar und einen Non-GAAP-Gewinn von 19,15 Dollar je Aktie — Werte, die Analystenschätzungen klar übertreffen. Die angestrebte Non-GAAP-Bruttomarge von 81 Prozent spiegelt anhaltende Preissetzungsmacht und einen günstigen Produktmix wider.
Begleitet wird die Prognose von einer Dividendenerhöhung um 30 Prozent auf 0,15 Dollar je Aktie pro Quartal. Grundlage dafür ist ein rekordhoher bereinigter Free Cashflow von 6,9 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal sowie eine Nettoliquidität von rund 6,5 Milliarden Dollar.
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Milliarden für neue Fabriken
Um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, plant Micron Investitionen von über 25 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Das Geld fließt in Reinraumerweiterungen in Idaho, New York und Taiwan sowie in den Anlauf der neuen Fertigungsstätte in Indien.
Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief im April 2025 mehr als versechsfacht, notiert aktuell aber rund neun Prozent unterhalb des im März erreichten Jahreshochs. Analysten verweisen auf ein im historischen Vergleich niedriges Forward-KGV — der Markt preist offenbar Unsicherheit darüber ein, wie lange der aktuelle KI-getriebene Speicherzyklus anhält. Die Antwort darauf wird maßgeblich davon abhängen, ob Microns aggressive Kapazitätserweiterung mit dem Nachfragewachstum Schritt halten kann.
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