Micron Technology schmiedet eine mächtige Allianz im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der Speicherchip-Hersteller wird Hauptlieferant für das KI-Schwergewicht Anthropic. Das Timing ist brisant. Heute Abend öffnet der Konzern seine Bücher für das dritte Quartal.
Tiefe Integration statt reiner Lieferung
Die Partnerschaft geht weit über eine normale Kundenbeziehung hinaus. Micron und Anthropic entwickeln künftig gemeinsam High-Bandwidth Memory. Diese speziellen Speicherchips sind auf komplexe KI-Infrastrukturen zugeschnitten. Im Gegenzug nutzt Micron intern die Claude-KI von Anthropic.
Micron beteiligt sich außerdem strategisch an der aktuellen Finanzierungsrunde des KI-Entwicklers. Anthropic bringt massives Gewicht in die Waagschale. Die Bewertung: rund 965 Milliarden US-Dollar. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf 47 Milliarden US-Dollar.
Zahlen-Countdown läuft
Dieser Deal stärkt Microns Position kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen. Analysten rechnen mit einem starken Wachstum. Der Konsens für den Umsatz liegt bei 35,3 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach Speicherchips übersteigt das Angebot deutlich. Das Management erwartet diesen Engpass bis über das Jahr 2026 hinaus.
An der Börse sorgte das zuletzt für extreme Schwankungen. Am Dienstag brach der Kurs im Zuge eines breiten Tech-Ausverkaufs um 13 Prozent ein. Heute erholte sich das Papier wieder. Die Aktie kletterte um knapp vier Prozent auf 961,40 Euro.
Auf lange Sicht bleibt der Trend intakt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 257 Prozent auf der Anzeigetafel. Analysten sehen weiteres Potenzial. Die Bank of America hob ihr Kursziel kürzlich auf 1.500 US-Dollar an. Heute Abend nach US-Börsenschluss müssen die neuen Quartalszahlen diese hohen Erwartungen rechtfertigen.
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