Der KI-Boom treibt den Hunger nach leistungsstarken Speicherchips auf immer neue Höhepunkte. Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Micron Technology überbieten sich Analysten nun mit ihren Prognosen. Während die Verkaufspreise für Speicher branchenweit steigen, blickt der Markt auf die Positionierung des Unternehmens im künftigen HBM-Wettbewerb.
Auslöser für die jüngste Zuversicht sind deutliche Kurszielerhöhungen durch amerikanische Großbanken. So hob Citigroup ihr Ziel für das Wertpapier auf 430 US-Dollar an, während Susquehanna ihre Erwartung sogar auf 525 US-Dollar nach oben korrigierte. Diese positive Stimmung spiegelt sich in der Bewertung wider: Ausgehend von einem Schlusskurs von 334,25 Euro am Montag verzeichnet der Titel auf Jahressicht bereits ein beachtliches Plus von rund 313 Prozent.
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Steigende Preise treiben die Margen
Der Optimismus der Analysten stützt sich primär auf die Preisentwicklung im Speichermarkt. Laut Citigroup übertreffen die aktuellen Marktpreise die bisherigen Annahmen deutlich. Befeuert durch den massiven Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz rechnen die Experten damit, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM-Speicher von 2025 bis 2026 um 171 Prozent anziehen. Auch bei NAND-Flash-Speichern wird aufgrund der starken Nachfrage nach SSD-Laufwerken für Unternehmen ein rapider Preisanstieg erwartet.
Diese strukturelle Nachfrage dürfte sich in den Zahlen für das Ende Februar abgelaufene zweite Geschäftsquartal niederschlagen. Wenn das Management die Bücher öffnet, rechnen Marktbeobachter mit einem Rekordumsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar. Das würde einem Zuwachs von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen. Auch der Gewinn je Aktie soll sich den Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr massiv vervielfachen.
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HBM-Wettbewerb als Risikofaktor
Kann Micron diese Ausnahmesituation dauerhaft verteidigen? Zwar hat das Unternehmen seine Lieferkapazitäten für die aktuelle Generation an High-Bandwidth-Memory (HBM) für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits zu festen Konditionen an Kunden vergeben. Gleichzeitig formiert sich jedoch Gegenwind für die Zukunft: Berichten zufolge soll der Branchenführer Nvidia für seine nächste Chip-Generation die Konkurrenten Samsung und SK Hynix als HBM4-Lieferanten bevorzugen. Analysten von Wells Fargo sehen in dieser künftigen Wettbewerbskonstellation einen potenziell limitierenden Faktor für Microns Marktanteile.
Am 18. März wird sich zeigen, wie stark sich das vorteilhafte Preisumfeld tatsächlich in der Bilanz niedergeschlagen hat. Neben den reinen Ertragszahlen wird der Fokus der Investoren dabei gezielt auf den Prognosen des Managements für das restliche Geschäftsjahr sowie auf möglichen strategischen Antworten zum aufkommenden HBM4-Wettbewerb liegen.
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