Wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Quartalsbilanz sichert sich Micron technologische Rückendeckung. Eine weitreichende Partnerschaft mit dem Anlagenbauer Applied Materials soll die Entwicklung der nächsten Generation von KI-Speicherchips deutlich beschleunigen. Damit reagiert der Konzern auf ein drängendes Problem: Die gewaltige Nachfrage nach Hochleistungschips übersteigt derzeit die eigenen Produktionskapazitäten.
Tempo bei der Chip-Entwicklung
Im Zentrum der neuen Zusammenarbeit steht die Entwicklung von energieeffizienten DRAM-, HBM- und NAND-Speicherlösungen. Applied Materials investiert dafür fünf Milliarden US-Dollar in sein neues Forschungszentrum im Silicon Valley. Durch die enge Verzahnung mit Microns Entwicklungsabteilung in Idaho soll die Zeit von der frühen Forschung bis zur Massenproduktion maßgeblich verkürzt werden. Dies ist ein entscheidender strategischer Schritt, da das Micron-Management bereits Ende des vergangenen Jahres betonte, bei Speicherprozessoren für KI-Anwendungen praktisch ausverkauft zu sein.
Rekordzahlen im Visier
Die technologische Positionierung liefert den Anlegern Optimismus, was sich auch in einem Kursplus von gut 30 Prozent seit Jahresbeginn auf aktuell rund 350 Euro widerspiegelt. Doch kann das Unternehmen die immensen Erwartungen auch fundamental untermauern? Die Antwort darauf folgt am 18. März mit den Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Die eigene Prognose fällt mit einem erwarteten Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 8,42 US-Dollar äußerst ambitioniert aus und würde das bereits starke Vorquartal nochmals deutlich in den Schatten stellen.
Milliardenmarkt HBM
Der Fokus auf sogenannte High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Rechenzentren ist der zentrale Wachstumstreiber. Das Management geht davon aus, dass der adressierbare Gesamtmarkt für diese Technologie bis 2028 auf rund 100 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Um hier gegen Konkurrenten wie Samsung und SK Hynix zu bestehen, plant Micron im laufenden Geschäftsjahr Investitionen von etwa 20 Milliarden US-Dollar. Flankiert wird diese Expansion durch staatliche Förderungen: Im Rahmen des US-CHIPS-Gesetzes sicherte sich der Konzern bereits 6,1 Milliarden US-Dollar an direkten Zuschüssen für den Ausbau heimischer Produktionsstätten.
Am kommenden Mittwoch wird sich zeigen, ob die ehrgeizige Umsatzprognose in testierte Ergebnisse umgemünzt werden konnte. Die Partnerschaft mit Applied Materials stärkt zwar die technologische Basis für die kommenden Jahre, doch kurzfristig muss Micron beweisen, dass es die gewaltige KI-Nachfrage im kapitalintensiven Wettbewerb auch kontinuierlich bedienen und in zählbare Gewinne umwandeln kann.
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