Micron Technology mischt sich aktiv in die US-Außenpolitik ein. Der Speicherchip-Hersteller drängt auf strengere Exportkontrollen für Halbleiterausrüstung nach China. Damit will der Konzern seine eigene Marktführerschaft im KI-Boom absichern.
Washington als Wettbewerbsvorteil
Konzernchef Sanjay Mehrotra überlässt nichts dem Zufall. Rund einen Monat vor der Abstimmung traf er sich hinter verschlossenen Türen mit US-Politikern. Das Ziel: die Unterstützung für den sogenannten MATCH Act. Dieses Gesetz soll den Verkauf und die Wartung von Chip-Anlagen an chinesische Konkurrenten wie CXMT und YMTC stoppen.
Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses hat den Entwurf am 22. April vorangebracht. Beobachter sprechen von der größten Verschärfung der Halbleiter-Exportkontrollen in der Geschichte des Kongresses. Bis zu einem finalen Gesetz ist der Weg allerdings noch weit.
Rekordzahlen und Intel-Rückenwind
Operativ surft Micron ohnehin auf einer massiven Erfolgswelle. Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 196 Prozent auf 23,9 Milliarden US-Dollar. Die Nettogewinnmarge liegt bei beeindruckenden 41,5 Prozent.
Für das laufende dritte Quartal peilt das Management sogar 33,5 Milliarden US-Dollar an. Parallel dazu lieferte Intel am Freitag einen weiteren Kurstreiber. Der Prozessor-Riese übertraf die Gewinnerwartungen deutlich. Intel-Chef Lip-Bu Tan verwies auf den wachsenden Bedarf an KI-Anwendungen. Das treibt die Nachfrage nach Microns Hochleistungsspeichern weiter an.
Die Börse feiert diese Entwicklung. Die Micron-Aktie schloss am Freitag auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 424,00 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein Kursplus von enormen 523 Prozent auf der Anzeigetafel.
Aktiensplit in der Diskussion
Dieser rasante Kursanstieg befeuert nun Spekulationen über einen Aktiensplit. Zuletzt teilte das Unternehmen seine Papiere im Jahr 2000 auf. Eine offizielle Ankündigung des Managements gibt es bisher nicht. Ein solcher Schritt würde die Aktie optisch verbilligen, ändert aber nichts an der fundamentalen Bewertung.
Die Aussichten für die Branche bleiben derweil rosig. Laut SK-Hynix-Chef Chey Tae-won könnte die Knappheit bei Speicherchips bis 2030 anhalten. Analysten teilen diesen Optimismus. Die Experten raten mehrheitlich zum Kauf der Aktie.
Cantor Fitzgerald ruft aktuell das höchste Kursziel mit 700 US-Dollar aus. Die weitere Entwicklung hängt nun stark von der Politik ab. Setzt Micron den MATCH Act in Washington erfolgreich durch, blockiert der Konzern seine chinesischen Rivalen langfristig. Das würde die Preismacht der Amerikaner im laufenden KI-Superzyklus massiv zementieren.
Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 25. April liefert die Antwort:
Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

