Die Partnerschaft mit Applied Materials kommt für Micron Technology zum richtigen Zeitpunkt. Nur wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Quartalsbericht sorgt die Kooperation für frischen Schwung – und zerstreut zumindest vorübergehend Zweifel an der Produktionskapazität des Speicherchipherstellers.
Gemeinsam an der KI-Speicherfront
Applied Materials und Micron wollen gemeinsam die Entwicklung von fortschrittlichem DRAM, High-Bandwidth Memory (HBM) und NAND-Speicher für KI-Anwendungen beschleunigen. Die Teams beider Unternehmen arbeiten dabei an neuen Materialien, Prozesstechnologien und Architekturen – mit dem erklärten Ziel, die Halbleiterinnovation in den USA zu stärken.
Die Kooperation ist deshalb besonders relevant, weil Microns Speicherprodukte seit Monaten extrem gefragt sind. Das Management hatte Ende vergangenen Jahres erklärt, die Kapazitäten seien „mehr als ausverkauft“. Die gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 ist bereits vertraglich vergeben – inklusive der nächsten Generation HBM4.
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Nicht alle Signale zeigen jedoch in dieselbe Richtung: Koreanischen Medienberichten zufolge soll Microns HBM4 aus der Lieferantenliste für Nvidias kommende Vera-Rubin-Beschleuniger gestrichen worden sein. Diese Meldung hatte die Aktie in den Wochen vor dem Kursanstieg belastet.
Rekorderwartungen für den 18. März
Das eigentliche Highlight steht noch bevor. Am 18. März veröffentlicht Micron die Ergebnisse des zweiten Fiskalquartals 2026. Das Management erwartet einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 8,42 Dollar liegen, verglichen mit 1,56 Dollar im Vorjahresquartal.
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Diese Zahlen wären kein Zufall. Bereits das erste Fiskalquartal hatte mit 13,64 Milliarden Dollar Umsatz und einem freien Cashflow von 3,91 Milliarden Dollar – einem Unternehmensrekord – überzeugt. Treiber war vor allem das Cloud-Speichersegment, das seinen Umsatz auf 5,3 Milliarden Dollar nahezu verdoppelte.
Kapazitätsausbau auf drei Kontinenten
Parallel zum operativen Wachstum baut Micron seine Fertigungskapazitäten erheblich aus:
- Indien: Am 28. Februar 2026 eröffnete Micron Indiens erstes Halbleiter-Montage- und Testwerk in Sanand, Gujarat – ein gemeinsames Investment von rund 2,75 Milliarden Dollar.
- USA: Im Januar 2026 begann der Bau eines 100-Milliarden-Dollar-Komplexes in Clay, New York, der bis zu vier Fertigungsanlagen und 50.000 Arbeitsplätze umfassen soll.
- Taiwan: Micron unterzeichnete eine exklusive Absichtserklärung zum Erwerb eines Produktionsstandorts von Powerchip Semiconductor für 1,8 Milliarden Dollar.
Der Quartalsbericht am 18. März wird zeigen, ob Micron die hohen Erwartungen erfüllt – und wie das Management die Wachstumsdynamik für die zweite Jahreshälfte 2026 einschätzt. Die Guidance dürfte den Ton für den gesamten Speichersektor setzen.
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