Der Hunger der KI-Rechenzentren nach Speicherchips scheint unstillbar. Micron Technology reagiert nun mit dem größten privaten Investitionsprojekt in der Geschichte des Bundesstaates New York. Der US-Konzern baut eine gigantische Chipfabrik. Als Partner für die erste Bauphase holt Micron den Bauriesen Bechtel an Bord.
Gigantische US-Expansion
Das neue Werk in Clay soll die Lieferketten robuster machen. Micron verfolgt einen ehrgeizigen Plan. In den nächsten zwei Jahrzehnten will das Unternehmen 40 Prozent seiner weltweiten DRAM-Produktion in die USA verlagern. Die Anlage schafft zehntausende Arbeitsplätze.
An der Börse kommt der operative Fortschritt hervorragend an. Die Micron-Papiere kletterten am Donnerstag um 6,61 Prozent auf 831,80 Euro. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf beeindruckende 209 Prozent. Kein Wunder.
Große Investmentbanken passen ihre Modelle massiv an die neue Realität an. Goldman Sachs hob das Kursziel für Micron von 400 auf 900 US-Dollar an. Die UBS geht noch weiter. Sie sieht den fairen Wert der Aktie mittlerweile bei 1.625 Dollar. Der Grund liegt in den hochmargigen KI-Speicherprodukten.
Ausverkaufte Kapazitäten
Die Branche erlebt aktuell einen beispiellosen Superzyklus. Micron und seine Konkurrenten haben ihre gesamte HBM-Produktion bis Ende 2026 restlos ausverkauft. KI-Rechenzentren saugen den Markt leer. Bis 2027 dürften sie rund 70 Prozent des weltweiten Speicherangebots verschlingen.
Am 24. Juni legt Micron seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten einen gewaltigen Umsatzsprung auf rund 34,5 Milliarden Dollar. Investoren achten dabei besonders auf drei Faktoren:
- HBM4-Fahrplan: Details zum Produktionsstart der nächsten Speichergeneration.
- Bruttomargen: Kann Micron das Ziel von 81 Prozent trotz hoher Baukosten halten?
- Verträge für 2027: Neue Aufträge für die kommenden Jahre.
Technisch bleibt der Aufwärtstrend intakt. Die Aktie notiert derzeit extrem starke 155 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie.
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