Micron: HBM-Markt soll bis 2028 verdreifachen

Micron profitiert von der enormen Nachfrage nach KI-Speicherchips und setzt sich in Washington für schärfere Exportkontrollen gegen chinesische Konkurrenz ein.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch bei 410 Euro
  • Lobbyarbeit für strengere US-Exportkontrollen läuft
  • Markt für HBM-Speicher soll sich bis 2028 verdreifachen
  • ASML-Prognose stützt These vom langanhaltenden Superzyklus

Micron reitet auf einer perfekten Welle. Die Aktie markierte am Mittwoch mit 410 Euro ein frisches Rekordhoch. Auf Jahressicht steht ein massives Plus von über 500 Prozent zu Buche. Entspannung im Nahen Osten und ein unersättlicher Hunger nach Speicherchips treiben den Kurs.

Washington im Visier

Hinter den Kulissen arbeitet der Konzern an seinem Wettbewerbsvorteil. Micron drängt den US-Kongress zu schärferen Exportkontrollen. Das Ziel: Chinesische Konkurrenten sollen keinen Zugang mehr zu modernen Produktionsanlagen erhalten.

Ein Ausschuss des Repräsentantenhauses berät aktuell über den sogenannten „MATCH Act“. Das Gesetz zielt auf Fabriken von chinesischen Rivalen wie Yangtze Memory oder SMIC ab. Auch ausländische Zulieferer sollen sich an US-Sanktionen halten müssen. Micron deklariert die chinesische Aufholjagd offensiv als nationales Sicherheitsrisiko.

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Der Kampf um die KI-Speicher

Auf dem freien Markt tobt parallel ein harter Kampf um Marktanteile. Der südkoreanische Rivale SK Hynix baut seine Kapazitäten für knapp 13 Milliarden US-Dollar massiv aus. Das Unternehmen dominierte den Markt für High-Bandwidth-Memory (HBM) zuletzt deutlich.

Micron holt jedoch auf. Bereits im vergangenen Jahr verdrängte der US-Konzern Samsung vom zweiten Platz. Aktuell kann Micron laut eigenen Angaben nur etwa die Hälfte der mittelfristigen HBM-Nachfrage bedienen. Die Folge: Die Preise für die begehrten Chips schießen in die Höhe.

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Der Kuchen wächst rasant. Bis 2028 rechnet Micron mit einer Verdreifachung des HBM-Marktes auf 100 Milliarden US-Dollar. Die gigantische Nachfrage aus Rechenzentren füllt die Kassen. Der erwartete Quartalsumsatz entspricht fast den gesamten Jahreseinnahmen des Vorjahres.

Rückenwind aus Europa

Zusätzlichen Schub liefert der europäische Ausrüster ASML. Die Niederländer hoben ihre Umsatzprognose für 2026 deutlich an. Sie verweisen auf Kunden, die ihre Produktion massiv ausweiten wollen. Das stützt Microns These eines langanhaltenden Superzyklus.

Ein Selbstläufer ist die weitere Kursentwicklung nicht. Technische Innovationen könnten den Speicherbedarf von KI-Modellen künftig senken. Auch die politische Flanke bleibt offen. Der MATCH Act durchläuft erst die frühen Phasen des US-Gesetzgebungsprozesses. Ein endgültiger Beschluss im Kongress ist keineswegs garantiert.

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