Die Aktie des Halbleiterkonzerns Micron Technology ging am Freitag mit einem Schlusskurs von 949,90 Euro aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag entspricht diese Notierung einer Tagesveränderung von 0,02 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet das Wertpapier an den Märkten einen Zuwachs von 277 Prozent.
Wachsender Wettbewerb und Short-Positionen
Am Mittwoch meldete der chinesische Rivale CXMT Medienberichten zufolge, dass seine neueste Plattform für DRAM-Speicherbausteine in die Massenproduktion übergegangen sei. Den Berichten zufolge stellt dieser Produktionsstart eine neue Herausforderung für Micron Technology im Markt für mobilen Speicher dar.
Ebenfalls am Mittwoch baute Michael Burry Medienberichten zufolge seine Short-Positionen gegen Micron Technology aus. Burry warnte davor, dass eine anziehende Chipproduktion die bestehenden Lieferengpässe lockern und in der Folge die Preise für Speicherprodukte in der gesamten Branche unter Druck setzen könnte.
Rolle im KI-Sektor und Arbeitskonflikt in Taiwan
Am Freitag berichtete Reuters über die Einbindung des Konzerns in die globale Technologie-Lieferkette. Micron Technology wurde dabei als ein wesentlicher Lieferant von Speicherchips genannt, die gemeinsam mit den Prozessoren für künstliche Intelligenz von Nvidia verwendet werden.
Zudem stand Micron vor der Vorlage neuer Quartalsergebnisse, wobei die Prognose des Unternehmens die Markteinschätzungen zu künftigen Ausgaben für KI-Infrastruktur sowie zu Engpässen beim Speicherangebot beeinflussen könnte.
Vor rund zwei Wochen drohte eine taiwanische Gewerkschaft Medienberichten zufolge mit Schritten hin zu einem Streik am größten Fertigungsstandort von Micron, sollte sich das Unternehmen nicht auf ein dauerhaftes Gewinnbeteiligungssystem einlassen.
Die Arbeitnehmervertretung bekräftigte in diesem Zusammenhang ihre Forderung, dass 15 Prozent des weltweiten operativen Konzerngewinns von Micron Technology an die Beschäftigten ausgezahlt werden sollen.
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