Microsoft: 190 Milliarden Capex lösen Kurssturz aus

Trotz glänzender Quartalszahlen und Umsatzplus von 18 Prozent verliert Microsofts Aktie massiv an Wert.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt auf fast 83 Milliarden Dollar
  • Nettogewinn erreicht knapp 32 Milliarden Dollar
  • KI-Investitionen von 190 Milliarden Dollar geplant
  • OpenAI-Vertrag wird neu verhandelt

Starke Gewinne, schwache Kurse. Bei Microsoft klaffen operative Realität und Marktstimmung aktuell weit auseinander. Der Softwarekonzern lieferte am Mittwochabend glänzende Quartalszahlen ab. Die Börse reagierte am Folgetag mit einem massiven Abverkauf.

Rund 124 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung lösten sich am Donnerstag in Luft auf. Die Aktie schloss deutlich im Minus bei 407,78 Dollar. Dabei lief das operative Geschäft im abgelaufenen Quartal hervorragend.

Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf fast 83 Milliarden Dollar. Auch der Nettogewinn kletterte massiv. Er erreichte knapp 32 Milliarden Dollar. Damit übertraf Microsoft die eigenen Prognosen am oberen Ende.

Teurer Wettlauf um Künstliche Intelligenz

Der Auslöser für den Kursrutsch liegt in den gigantischen Investitionsplänen. Microsoft will im Jahr 2026 rund 190 Milliarden Dollar für Künstliche Intelligenz ausgeben. Analysten hatten im Vorfeld mit deutlich weniger gerechnet. Die enormen Summen machen Investoren nervös.

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Ein weiterer Faktor ist der harte Konkurrenzkampf im Cloud-Geschäft. Microsofts Cloud-Sparte Azure wuchs zwar währungsbereinigt um starke 39 Prozent. Ein direkter Rivale meldete zeitgleich jedoch ein Wachstum von über 60 Prozent. Das weckt Zweifel an Microsofts Marktdominanz.

Umbau und neue Partnerschaft

Parallel dazu ordnet der Konzern seine strategischen Allianzen neu. Microsoft hat den Vertrag mit OpenAI überarbeitet. Die bisherigen Exklusivitätsklauseln fallen weg. Außerdem deckelt das Unternehmen die Umsatzbeteiligung bis zum Jahr 2030. Den Zugang zu den OpenAI-Patenten behält Microsoft aber.

Um die hohen KI-Kosten abzufedern, bereitet das Management interne Kürzungen vor. Im kommenden Geschäftsjahr ab Juli soll die Zahl der Mitarbeiter sinken. Das Ziel: mehr Tempo und schlankere Strukturen. Für das vierte Quartal rechnet Microsoft bei Azure mit einem Wachstum von rund 40 Prozent.

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