Microsoft-Aktien handeln seit Donnerstag ohne Dividendenanspruch. Der 20. August 2026 markierte den Stichtag für die nächste Quartalsausschüttung des Technologiekonzerns. Wer die Aktie danach kauft, geht bei dieser Runde leer aus.
0,91 Dollar pro Aktie – Auszahlung Anfang September
Der Vorstand hatte die Dividende bereits im Juni beschlossen. Am 10. September fließt das Geld an alle Aktionäre, die vor dem Stichtag investiert waren. In Summe zahlt Microsoft damit 6,759 Milliarden Dollar an seine Anteilseigner aus.
Die Höhe bleibt gegenüber dem Vorquartal unverändert. Für Einkommensinvestoren ist das ein Routinetermin, kein Überraschungsmoment – aber ein wichtiges Signal für Kontinuität.
Kapitalrückführung trotz KI-Investitionsflut
Die Ausschüttung ist nur ein Baustein eines deutlich größeren Programms. Allein im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 hat Microsoft 10,2 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an Investoren zurückgegeben.
Bemerkenswert daran: Der Konzern pumpt gleichzeitig Rekordsummen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Beides scheint sich nicht auszuschließen. Die Dividende selbst wuchs in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 9,7 Prozent pro Jahr, ohne nennenswerte Kürzungen.
Auch die Deckung der Zahlung wirkt komfortabel. Die Ausschüttungsquote liegt bei nur 21 Prozent des Gewinns und bei 37 Prozent des Cashflows. Microsoft hätte also reichlich Spielraum, die Dividende weiter zu erhöhen, ohne die Substanz anzugreifen.
Kurs erholt sich deutlich vom Sommertief
Die Aktie notiert aktuell bei 414,20 Euro, ein Plus von 0,5 Prozent zum Vortag. Das liegt zwar noch 13 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 478,10 Euro aus dem Oktober 2025.
Der Blick auf das Tief erzählt allerdings eine andere Geschichte. Seit dem Jahrestief von 307,10 Euro Ende Juni hat sich der Kurs um 35 Prozent erholt – eine kräftige Gegenbewegung nach einem volatilen Sommer.
Für Einkommensinvestoren bleibt die Rechnung einfach: Wer vor dem 20. August investiert war, kassiert am 10. September. Die konstante Ausschüttung bei niedriger Ausschüttungsquote unterstreicht, dass Microsoft trotz seiner massiven KI-Ausgaben finanziell genug Puffer für seine Aktionäre behält.
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