Die Einschätzungen der großen Investmentbanken zu Microsoft gehen auseinander. Während Barclays am Montag das Kursziel von 625 auf 610 US-Dollar senkte, legte Goldman Sachs mit einer neuen Kaufempfehlung und einem Kursziel von 655 Dollar nach – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 37 Prozent zum aktuellen Kurs.
Barclays wird vorsichtiger
Analyst Raimo Lenschow von Barclays begründet die Kurszielkürzung mit einem vorsichtigeren Ausblick, hält aber an seiner „Overweight“-Einstufung fest. Seine Argumentation: Der US-Softwaresektor biete für 2026 zwar gute Voraussetzungen, die Bewertungen seien niedrig und das Konjunkturumfeld stabil. Doch Microsoft steht offenbar nicht mehr ganz oben auf seiner Favoritenliste – stattdessen hebt er Unternehmen wie Salesforce oder Oracle hervor, bei denen anziehende KI-Umsätze die Stimmung verbessern dürften.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Goldman setzt auf KI-Dominanz
Ganz anders sieht es Goldman Sachs. Die Bank initiierte ihre Coverage mit einem klaren „Buy“ und begründet dies mit Microsofts führender Position im KI-Rennen. Die Analysten sehen den Konzern als bestmöglichen Profiteur mehrerer sich überlagernder KI-Produktzyklen – von der Rechenleistung über Plattformen bis hin zu Anwendungen.
Besonders interessant: Goldman traut Microsoft bis zum Geschäftsjahr 2030 einen Gewinn pro Aktie von über 35 Dollar zu. Das würde ein jährliches Wachstum von mehr als 20 Prozent bedeuten – deutlich über dem erwarteten Wachstum anderer Tech-Giganten. Derzeit liegt der Gewinn je Aktie bei 14,06 Dollar, für 2026 rechnen Analysten mit 16,40 Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Warum diese Diskrepanz?
Die unterschiedlichen Einschätzungen offenbaren einen Grundkonflikt: Während Barclays möglicherweise kurzfristige Bewertungsrisiken im Auge hat, setzt Goldman voll auf die langfristige KI-Story. Die vertikale Integration von Microsoft – vom Cloud-Computing über Entwicklerplattformen bis zu Geschäftsanwendungen – wird als entscheidender Wettbewerbsvorteil gesehen, der bei KI-Anwendungen noch stärker zum Tragen kommt.
Mit einer Marktkapitalisierung von 3,56 Billionen Dollar und einem KGV von 34 ist Microsoft zweifellos ambitioniert bewertet. Die nächsten Quartalszahlen am 28. Januar dürften zeigen, ob die KI-Investitionen sich bereits auszahlen – oder ob Barclays mit seiner Vorsicht richtig liegt.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


